„Klang-Kraxler-Tag“ in Dobel: Froschsprünge, Streichinstrumente und mehr

Gruppenbild mit allen Akteuren
ZollerNeugier, Natur und jede Menge gute Laune: Trotz vereinzelter Regenschauer wurde der erste „Klang-Kraxler-Tag“ auf dem Dobel zu einer rundum gelungenen Premiere. Das von Sabine Zoller, Initiatorin der bekannten Konzertreihe „Klassik im Kloster“, ins Leben gerufene „Kinder-Wander-Opening“ vereinte Bewegung, Musik und Naturerlebnis auf außergewöhnliche Weise – und brachte große wie kleine Entdecker zum Staunen und Mitmachen.
Sichtlich beeindruckt Bürgermeister Christoph Schaack zeigte sich sichtlich beeindruckt und regte als starkes Signal für die Zukunft des neuen Formats eine Fortsetzung im Jahr 2026 an: „Ich gratuliere Sabine Zoller zu einer erfolgreichen Veranstaltung und danke allen Beteiligten für deren Engagement – eine hervorragende Werbung für unseren heilklimatischen Kurort als Naturerlebnis, gerade für Familien.“ Zoller hat mit dem „Klang-Kraxler“ ein völlig neues Veranstaltungsformat geschaffen. Als ausgebildete Schwarzwald-Guide entwickelte sie das Projekt unter dem Motto „Entdecken, Wandern, Erkunden“ anlässlich des 25. Jubiläums des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord.

Vor Ort - Kristine Schreier vom Infozentrum Kaltenbronn
Foto: ZollerLern- und Erlebnisraum Mit ihrer Idee begeisterte Zoller zahlreiche Experten, die eigens für diesen Tag aus allen Himmelsrichtungen anreisten. Aus Mannheim, Pforzheim, Ettlingen, Ötigheim, Kaltenbronn und sogar Donaueschingen waren Pädagogen vor Ort, die die Bereiche Kräuter, Klang, Wald, Wandern, Gesundheit und Fitness ebenso abdeckten wie die musikalische Unterhaltung. Sie alle brachten ihr Wissen mit auf den Dobel und machten die Veranstaltung zu einem lebendigen Lern- und Erlebnisraum für Jung und Alt. Den krönenden Abschluss bildete ein besonderes Klangerlebnis mit dem mitreißenden Sound der BigBand „brandheiss“.
Roter Faden Auch visuell erhielt der „Klang-Kraxler“ eine unverwechselbare Handschrift: Die grafische Gestaltung, einschließlich des Maskottchens „Ziegmar“, dem Ziegenbock, wurde von einer Designexpertin professionell umgesetzt und zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Konzept – von der Wegbeschilderung über den Webauftritt bis zur Begleitbroschüre. So wurde nicht nur der Inhalt, sondern auch die äußere Erscheinung der Veranstaltung mit Liebe zum Detail und hoher gestalterischer Qualität realisiert. „Alle Beteiligten waren absolute Profis auf ihrem Gebiet – davon profitierten nicht nur die Kinder, sondern ebenso die Erwachsenen, die sich mit Begeisterung einbrachten“, resümiert Zoller zufrieden nach einem Tag, der alle Erwartungen übertraf. Für Kristina Schreier, Leiterin des Infozentrums Kaltenbronn, war es eine rundum gelungene Veranstaltung: „So viele tolle Ideen, so vielseitig – und alles entspannt. Die Atmosphäre hier ist einfach schön.“ Gleich zu Beginn sorgte Musikpädagogin Irene Merkel mit den „Hit-Kids“ der Grundschule Dobel für einen beschwingten musikalischen Auftakt. Im Anschluss ließ sie die Kinder in die Welt der Streichinstrumente eintauchen. Sogar der elfjährige Felix Berndt war eigens aus Neubulach angereist, um sein Können auf der Geige zu zeigen. Mit ihren Kindertanz aus Peru erntete Yuditz Middeke große Anerkennung und auch musikalisch war für beste Unterhaltung gesorgt. Das Duo MaGiososo – Marius Göhringer (Mandoline) und Sergei Ushakov (Gitarre) – begeisterte mit Zupfmusik auf höchstem Niveau.
Liebe zum Detail
Kleines Abenteuer Doch Kinder waren an diesem Tag die Stars. Das freute den Naturpädagogen Michael Kraft, der mit seiner Wildbienen-Station einen wahren Magneten für kleine Entdecker geschaffen hatte.
Heimische Pflanzen
Kräuterpädagogin Marie-Luise Fischer führte mit großer Begeisterung durch die Welt der heimischen Pflanzen. Ihr Streifzug war vor allem für Kinder ein kleines Abenteuer: essbare Blüten, heilkräftige Blätter und Pflanzenkunde ohne Pflücken. Mit Schwarzwald-Guide Sabine Senger ging es auf Entdeckertour mitten hinein ins geheimnisvolle Leben rund um den Waldboden. Nikki McFall, Gesundheitswanderführerin, animierte mit spielerischen Übungen zu mehr Aktivität in der Natur. Ob Froschsprünge oder Vogelgesten – die Kinder machten begeistert mit. Und dann war da noch Rocky, der vierbeinige Star im Kurpark. Hundetrainer Wolfgang Scheiber zeigte mit seinem Spürhund, wie faszinierend gut Hunde riechen können. Auch Gesundheitsthemen wurden spielerisch vermittelt: Notfallsanitäterin Yvonne Lucke erklärte Kindern Erste Hilfe. Trotz Regenschauer blieb die Stimmung heiter. Einen Ruhepol im bunten Trubel bildete die „Waldbox“ mit Kathrin Bischoff (ForstBW). Hier wurde geschnitzt, gestaunt – und gelernt, wie wertvoll Artenvielfalt ist.

Manfred Kraft erläuterte Wissenswertes rund um Wildbienen.
Foto: ZollerNeue Perspektive Ein besonderes Highlight des Tages war die inklusive Sinneswanderung „Blinde Erfahrungen“. Ellen Kitter und Ralf Augspurger kamen eigens aus Mannheim angereist, um den Dobel aus einer völlig neuen Perspektive erfahrbar zu machen. „Die Teilnehmer haben viele neue Dinge über die Natur gelernt“, so der erblindete Guide Augspurger. Teilnehmerin Melissa Hubek fasst es eindrücklich zusammen: „Man nimmt die Natur ganz anders wahr, wenn man mal nicht mit den Augen durch den Wald geht.“ Wer mehr über die kleinen und großen Glücksmomente in der Natur und der Region erfahren wollte, konnte sich bei Buchautorin Birgit Jennerjahn-Hakenes informieren.
Als ausgewiesene Kennerin des Schwarzwalds wusste sie eindrucksvoll zu erzählen, wie eng Naturerleben, Achtsamkeit und Regionalität miteinander verbunden sind. Für den kulinarischen Genuss sorgten Elfriede Grambart mit ihren hausgemachten Maultaschen sowie Diana Christle, die frisches Sauerteigbrot und liebevoll zubereitete Aufstriche anbot – alles regional, handgemacht und mit Herz serviert.