Kinderspieltstadt Schömberg: „Ob Regen oder Hitze, Schömsala ist spitze!“

Die Teilnehmer zeigten temperamentvolle Akrobatik.
Roswitha Hild„Alle Kinder, die bei der Modenschau mitmachen, kommen jetzt zum Zirkus“, schallt es über den Festplatz der Schömberger Ludwig-Uhland-Schule. Aber von wegen Schule: Sechs Tage lang war hier die Kinderspielstadt Schömsala zu Gast. 220 Kinder zwischen sieben und 14 Jahren wollten wieder oder auch endlich dabei sein.
Doch die Zeit verging wie im Flug, und schon war der letzte Tag angebrochen. An dem findet traditionell das Stadtfest statt. Dort erklang das bestens bekannte Schömsala-Lied: „Ob Regen oder Hitze, Schömsala ist spitze!“ Auf dem Festplatz schützten viele Zelte vor der Sonne, die es nach einem kühlen Start am letzten Tag mit 30 Grad Hitze zu gut meinte. Bei einer Polonaise liefen die Kinder an einer Getränkeausgabe vorbei und erhielten frisches Wasser in bunten Bechern ausgeschenkt.
Applaus für die vielen Helfer
Gabi Freimüller wollte keine Superlative heranziehen, aber Schömsala 2025 sei wieder „eine tolle Sache“ gewesen. Die 160 freiwilligen Helfer, die eine Woche ihres Urlaubs mit den Kindern verbrachten, bekamen einen großen Applaus. Viele von ihnen können auf eigene Erfahrungen in der Spielstadt zurückgreifen.
Kinder beweisen musikalisches Können
Während der vorangegangenen Tage hatten die Kinder für das Stadtfest fleißig geübt und vieles vorbereitet. Viel Musik – ob gesungen, geblasen oder getrommelt, ob von Kindern oder Betreuern – gab es an diesem Nachmittag zu hören. Zwei Trommlergruppen präsentierten ihr Können mit gutem Rhythmusgefühl.
Von Arbeitsamt bis Zirkus
Viele Kinder waren bei der Modenschau zu sehen. Da die Kinder Geld benötigen, müssen sie sich für einen Arbeitsbetrieb entscheiden. Von Arbeitsamt bis Zirkus gab es dieses Jahr insgesamt 37 unterschiedliche Betätigungsfelder. Vertreter dieser Arbeitsstätten präsentierten sich bei der Modenschau mit passendem Outfit und dem typischen Zubehör.
Zur Kränzerei passte der kreativ gestaltete Kranz und zur Cocktail-Bar ein farbiges Getränk. Die Getränkestand-Betreiber brachten eine Erfrischung in Form von Wasserfontänen zu den Zuschauern. Besonders eifrige oder engagierte Handwerker erhielten für ihre Leistungen einen Meisterbrief.
Balancieren auf dem Seil und dem Einrad
Für den Zirkus entschieden sich viele Kinder. Sie präsentierten ein umfangreiches Programm. Es wurde auf dem Seil, auf dem Ballon und auf dem Einrad balanciert und vielfältige Boden-Akrobatik gezeigt. Der jugendliche Bürgermeister zeigte, wie gut er mit dem Diavolo jonglieren kann. Sogar einige Pferdchen tanzten. Die jungen Artisten freuten sich über den verdienten großen Applaus.
Weiter geht es in zwei Jahren
Dann ging es ans Abschiednehmen. Anette Ben Addi bedankte sich bei der Schömberger Geschäftswelt für die Spenden, die an die Mitarbeiter verteilt werden. Das Team der Organisatoren erhielt vom Wellness-Team einen Wellnessgutschein für 2027. Im Abschlusslied wurde die Fortsetzung angekündigt: „Und in zwei Jahren heißt es dann auch wieder: Schömsala, Schömsala!“ Dann stiegen die vielen weißen Luftballone mit den angehängten Karten auf. Für die Besucher gab es noch Gelegenheit, verschiedene während der Woche produzierte Artikel zu erwerben und es sich bei Getränken und Kuchen gemütlich zu machen.