Hüttenparty der Feuerwehr
: Rund 500 Besucher kommen bei Minusgraden am Feuer zusammen

Feuer, Fackeln, Festlaune heißt es auf der Hüttenparty der Stammheimer Feuerwehr. Trotz klirrender Kälte kommen zahlreiche Besucher um das Dreikönigsfeuer zusammen.
Von
Jana Heer
Oberndorf
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Mit den Fackeln durften Groß und Klein das Dreikönigsfeuer entzünden.

Jana Heer

Jung und Alt fanden sich um den großen Holzstapel zusammen. Mit dem Beiseitetreten des Feuerwehrmannes begannen sie ihre brennenden Fackeln auf den mühsam und genau aufgestapelten Turm aus Holz zu werfen bis dieser lichterloh in Flammen stand. Mehrere Meter hoch loderten die Flammen. Das Dreikönigsfeuer brannte und das Hüttenfest der Stammheimer Feuerwehr fand seinen Anfang.

Bereits um 16.30 Uhr wurden die ersten Fackeln am Feuerwehrhaus der Feuerwehr Calw Abteilung Stammheim verkauft. Um Punkt 17 Uhr setzte sich der Fackelzug dann in Bewegung. Langsam zog der Spielmannszug Stammheim mit flotter Marschmusik voraus. Durch den Ort ging es dann zum Stammheimer Freibadparkplatz, wo auf der Wiese oberhalb der große Holzstapel nur darauf wartete von den Besuchern angezündet zu werden. Das Holz für das große Feuer ist im Übrigen gespendet worden – und ist frei von Lacken sowie Schadstoffen, weiß Steffen Kuhn, Abteilungskommandant der Abteilung Stammheim und zweiter stellvertretender Feuerwehrkommandant.

Rund 500 Gäste trotz eisigen Minustemperaturen

Rund 200 Fackeln sind verkauft worden, schätzt Kommandant Kuhn. Die Anzahl der Besucher schätzt er auf 400 bis 500. Das leitet er an den verkauften Fackeln ab – wenn man davon ausgeht, dass jedes Kind eine Fackel getragen hat und dann immer noch ein bis zwei Begleitpersonen dabei hat, ergebe sich diese dreistellige Zahl.

Jung und Alt zogen mit ihren Fackeln durch Stammheim hin zum Dreikönigsfeuer.

Foto: Jana Heer

Über den Abend hinweg sei die Besucherzahl ziemlich gleich geblieben – die Gäste wechselten sich durch. Auch aus Erfahrung der vergangenen Jahre kann Kuhn sagen, dass tendenziell bis 19 oder 20 Uhr Familien zu Gast waren – während danach vor allem Jugendliche und junge Erwachsene „zum Party machen“ kommen.

Insgesamt zeigt sich der Kommandant „zufrieden“ und freut sich, dass trotz der Kälte so viele Leute gekommen sind. Denn die Außentemperaturen lagen bei beachtlichen minus neun Grad Celsius. Es sei schön, dass die Hüttenparty „mal wieder im Winter stattfindet“.

Besucher suchen die Nähe des wärmenden Feuers

„Es verteilt sich eher zum Feuer hin“, bemerkt Kuhn mit Blick auf die Verteilung der Menschen. In den vergangenen Jahren standen die meisten Menschen unten auf dem Parkplatz zwischen den Hütten. In diesem Jahr hielten sich dort eher kleinere Menschentrauben auf – dicht gedrängt um die Tonnen, in denen jeweils ein kleines Feuer brannte. Die meisten Besucher aber hielten sich oben auf dem Feld um das große, wärmende Dreikönigsfeuer auf. Auf zwei bis drei Meter Entfernung wird es dort richtig warm, weiß auch Kuhn.

Die Nacht ist jung und die Menschen tummeln sich lebensfroh zwischen den Hütten.

Foto: Jana Heer

Warm wurde es auch beim gemeinsamen Freestyle-Tanzen zu späterer Stunde.

Bis um kurz nach zwölf wurde beisammengestanden, gequatscht und geschmaust. Die Feuerwehr sorgte für ausreichend Verpflegung. Am Crêpes-Stand reichte die Schlange bereits zu Beginn des Festes mehrere Meter in die Menge hinein. Auch Rote Wurst, Currywurst und Gulaschsuppe wurden angeboten. In diesem Jahr neu war der Feuerwehrburger. Niemand musste hungrig nach Hause gehen. Gegen den Durst verkaufte die Feuerwehr Bier, Punsch, Glühwein und weitere alkoholische wie alkoholfreie Getränke.

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