Grüne in Altensteig: Engagement vor Ort lässt Trinh hoffen

Autor Dirk Neubauer, die Grünen-Bundestagskandidatin Thuy Nga Trinh und Kreisverbands-Co-Sprecherin Anke Munch machten sich in Altensteig für Demokratie stark.
Wolfgang MunchDemokratie ist kein Selbstläufer – das wurde bei der Veranstaltung „Rettet die Demokratie“ mit Dirk Neubauer in Altensteig eindrücklich deutlich. Die von den Grünen organisierte Diskussion zeigte, wie sehr Populismus und Extremismus die demokratischen Strukturen bedrohen und warum aktives Engagement wichtiger ist denn je.
Die Bundestagskandidatin Thuy Nga Trinh eröffnete die Veranstaltung mit einem eindringlichen Appell: „Demokratie braucht einen ständigen Dialog zwischen Bürgern und Politikern.“
Autor schildert Erfahrungen
Sie zeigte sich besorgt über das angespannte politische Klima und den Bruch der Brandmauer nach rechts. Hoffnung gebe ihr jedoch das starke Engagement der Bürger und Bürgerinnen vor Ort.
Dirk Neubauer, Autor und ehemaliger Bürgermeister und Landrat in Sachsen, schilderte Erfahrungen mit Anfeindungen und Hass in Ostdeutschland. „200 Demonstrierende in Mittweide sind wie 200 000 in München – weil die Angst hier viel größer ist“, erklärte er.
Neubauer betonte, dass der Vertrauensverlust in die Politik auch mit Bürokratie und mangelnder Digitalisierung zusammenhänge: „Wenn Politik scheitert, ist es nicht die Schuld Einzelner – es ist multiples Organversagen.“
Vor allem warnte er davor, extremistische Rhetorik zu normalisieren. „Das Unsagbare wird sagbar – und irgendwann normal“, kritisierte er mit Blick auf Politiker, die sich rechter Sprache bedienen.