Großeinsatz in Schömberg: Rauch steigt auf, Polizei vor Ort, Straße gesperrt, Person droht mit Messer

Etliche Einsatzkräfte sind in Schömberg vor Ort. Die Lage ist zum Teil noch unklar.
KugelGegen 7.30 Uhr, so berichtet Benjamin Koch, sei über die Integrierte Leitstelle eine Meldung über Rauch eingegangen, der aus dem Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Straße „Am Rain“ in Schömberg dringt.
Wie der Leiter der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit beim Polizeipräsidium Pforzheim weiter ausführt, halte sich nach ersten Erkenntnissen eine Person in der betroffenen Wohnung auf, die sich in einem psychischen Ausnahmezustand befinde.
Person lässt niemanden in die Wohnung, droht mit Messer
Wie Stefanie Stocker, Pressesprecherin des Kreisfeuerwehrverbands Calw, im Gespräch berichtet, lasse die Person niemanden in die Wohnung und drohe damit, ein Messer zu haben.
Koch erklärt, da eine Gefahr für die Rettungskräfte sowie die Person selbst nicht ausgeschlossen werden könne, habe bislang niemand die Wohnung betreten.
Die Rauchentwicklung habe sich indes als weniger gravierend als befürchtet herausgestellt; auch Flammen seien nicht zu erkennen. Aktuell bestehe keine Gefahr für die weiteren Bewohner des Mehrfamilienhauses oder die Bewohner umliegender Gebäude.
Spezialeinsatzkommando (SEK) ist unterwegs
Die Liebenzeller Straße ist aktuell gesperrt, darauf wiesen um kurz nach 9 Uhr auch Warn-Apps hin.
Aktuell, so berichtet Stocker, sei die Verhandlungsgruppe der Polizei vor Ort und spreche über die Drehleiter der Feuerwehr über das Dachfenster mit der Person.
Aktuell seien 62 Feuerwehrleute mit elf Fahrzeugen aus allen Abteilungen der Schömberger Wehr vor Ort sowie die Polizei mit fünf Fahrzeugen und mindestens zehn Kräften; außerdem das Deutsche Rote Kreuz mit sechs Fahrzeugen und zwölf Personen.
Alle Rettungskräfte hätten Position bezogen, um sofort eingreifen zu können.
Gegen 10.20 Uhr dann die Entwarnung: Die Verhandlungsgruppe konnte die Person dazu bewegen, die Wohnung zu verlassen. Um 11 Uhr soll es eine Pressekonferenz geben.
Korrektur: In einer früheren Version des Textes hatten wir berichtet, ein Spezialeinsatzkommando (SEK) befinde sich auf der Anfahrt. Das stellte sich später als falsch heraus; tatsächlich waren zwar Spezialisten der Polizei vor Ort, aber kein SEK. Der Text wurde entsprechend angepasst.
