Gemeinderat Wildberg: Hoffen auf Fördermittel vom Land

Der Wildberger Gemeinderat beantragt für die Sanierung der Multifunktionssportfläche beim Sportplatz eine Förderung aus dem Ausgleichsstock.
Uwe PriestersbachDer Ausgleichstock in Baden-Württemberg ist ein Förderprogramm für finanzschwache Kommunen zur Stärkung der Infrastruktur. Unterstützt werden vor allem Investitionen in öffentliche Einrichtungen und ländliche Entwicklung. Für Wildberg legte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung eine Priorisierung fest und folgte damit den Vorschlägen aus dem Rathaus.
Priorität eins Einstimmigkeit im Gremium herrschte bei der von Abteilungsleiter Sebastian Grasser vorgestellten Priorität eins: Hier geht es um den Förderantrag für die Sanierung des Gültlinger Feuerwehrhauses. Dieses Projekt ist vollständig geplant und die Umsetzung wurde vom Gemeinderat beschlossen. Die geplanten Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 3,27 Millionen Euro. Abzüglich der Fachförderung in Höhe von 195 000 Euro soll auf den verbleibenden Eigenanteil in Höhe von 3,07 Millionen Euro ein Ausgleichstockantrag in Höhe von 50 Prozent gestellt werden.
Priorität zwei Als Priorität zwei hatte die Verwaltung die Reaktivierung und Sanierung der Multifunktionssportfläche „Alter Wasen“ in Wildberg vorgesehen. Auch dieses Projekt ist vollständig geplant und die Umsetzung bereits vom Gemeinderat beschlossen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf geschätzte 813 960 Euro. Hier wäre eine Fördermittelkombination aus dem Förderprogramm des Landes „Kommunaler Sportstättenbau“ und dem Ausgleichstock möglich.
Bei diesem Punkt entwickelte sich indes eine Diskussion, nachdem CDU-Fraktionschef Gerhard Ostertag mit Blick auf den abgelehnten Leader-Antrag Bedenken anmeldete. Seine Fraktion sei nicht grundsätzlich gegen die Mulifunktionssportfläche, doch angesichts der aktuellen Finanzsituation müsse man zuvor über eine Reduzierung der Kosten beraten. Wie Bürgermeister Ulrich Bünger erinnerte, hatte der Gemeinderat bereits den Beschluss gefasst, dass der städtische Eigenanteil bei diesem Projekt nicht höher als 300 000 Euro liegen dürfe. Das sei die Geschäftsgrundlage für die Verwaltung und der Rathauschef bat darum, „uns einfach mal schaffen zu lassen“. In der folgenden Abstimmung folgten 16 Räte dem Vorschlag aus dem Rathaus, drei stimmten dagegen und zwei Räte enthielten sich der Stimme.
Priorität drei Als Priorität drei präsentierte die Verwaltung einen Förderantrag für die Beschaffung eines Einsatzleitwagens für die Feuerwehr Wildberg. Es wird mit Gesamtkosten in Höhe von 180 000 gerechnet.
Wie Stadtkämmerer Andreas Bauer dazu ausführte, handele es sich beim Einsatzleitwagen für die Abteilung Wildberg um ein wichtiges Führungsinstrument und ein unerlässliches Fahrzeug für die Feuerwehr. „Das ist ein kleines Büro mit Laptop“, betonte Bauer. Das Bestandsfahrzeug sei in die Jahre gekommen und die Lieferfrist liege ohnehin bei zwei Jahren. Auch hier stimmte der Gemeinderat der Priorisierung mit einstimmigem Votum zu – ebenso dem Grundsatzbeschluss zur Fahrzeugbeschaffung.