Funkareal in Dobel: Es werden Bauinteressenten gesucht

Knut Maier vom Büro Baldauf, Mitte zwischen Bürgermeister Christoph Schaack und Ortsbaumeister Michael Müller, hatte die detaillierte Konzeptvergabe im Gepäck.
GegenheimerAuf der Agenda stand „Konzeptvergabe – Auslobung und Ausschreibung des Teilnehmerwettbewerbes (Stufe 1)“ für das Funkareal. Knut Maier vom Planungsbüro Baldauf führte den Dobler Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend in die bürokratischen Tiefen städtebaulicher Planungsverfahren.
Privater Wohnraum
Ziel ist die Vermarkung und Veräußerung der Flächen zur Schaffung privaten Wohnraumes. Dabei ging Maier auf die vereinbarten Rahmenbedingungen für die beiden entstehenden Lose ein wie etwa Maximalzahl von drei Vollgeschossen bei der Bebauung, Parkplatzschlüssel von 1,5 je Wohneinheit sowie die Erschließungsstraße als Korridor für eine mögliche künftige Erweiterung Richtung Süden.
Es gibt ein Punktesystem
Bei der anstehenden Konzeptvergabe Stufe 1 handelt es sich um den Teilnehmerwettbewerb, zu dem das Gremium vereinbarte, je Los fünf interessierte, leistungsfähige Bieter zuzulassen. Eingereichte Konzepte der ausgewählten Teilnehmer werden in der zweiten Stufe dann, dem Verhandlungsverfahren, nach einem Punktesystem für beispielsweise das architektonische Konzept, aber auch den gebotenen Preis bewertet.
Der Mindestkaufpreis liegt bei 220 Euro je Quadratmeter. Das zeitliche Korsett ist eng geschnürt, weil die Vergabeentscheidung im Rat im März 2026 erfolgen soll, damit sie noch innerhalb der Laufzeit des Sanierungsgebietes „Ortsmitte II“ liegt.
Am 3. Juni 2025 soll bereits die Vergabebekanntmachung folgen, die Frist für den Eingang der Teilnahmeanträge soll am 15. Juli 2025 ablaufen. Wie seine Erfahrungswerte seien und die Chancen stünden, mehrere solvente Interessenten zu finden, brachte Gemeinderat Sebastian Stattaus (PD) die im Gremium doch herrschende, gewisse Skepsis zum Ausdruck. „Die Zeiten sind schlecht“, verriet Maier kein Geheimnis, „am 15. Juli wissen wir alle mehr“.
„Sahnestück“ in Ortsmitte
Zur Erinnerung: Die Brache soll ein Ende haben, das Funkareal einer neuen Bestimmung zugeführt werden. Das „Sahnestück“ in der Ortsmitte, gegenüber dem ehemaligen ASB-Gebäude, diente seit dem Abbruch des Hotels im März 2012 als Behelfsparkplatz. Jahrelang hatte man auf Großinvestoren gehofft, die etwa ein neues Hotel bauen wollten – vergeblich. Jahrelang wurde auch die künftige Nutzung des Geländes, gerade im Gemeinderat, kontrovers diskutiert.