Freibad Altensteig: Freibad verzeichnet 32 000 Besucher

Abkühlung im Wasser (Symbolbild): Wenn das Wetter mitmacht, strömen viele Gäste ins Freibad, so auch in Altensteig. Doch der viele Regen in diesem Sommer macht sich in der Bilanz bemerkbar.
Michael Reichel/dpaStatt der von den Stadtwerken als Betreiber des Altensteiger Freibads erhofften Zahl von 40 000 Badegästen waren es am Ende dieser Badesaison nur knapp 32 000.
Am vergangenen Sonntag war in diesem Jahr die letzte Möglichkeit, im 50-Meter-Becken des Altensteiger Freibads seine Runden zu drehen, vom ein-Meter-Brett zu springen, Tischtennisschläger in die Hand zu nehmen, Volleyball zu spielen, auf der Liegewiese zu relaxen und für Kinder auf dem Piratenspielplatz zu turnen.
Schlechtes Wetter nach gutem Start
„Es hat sehr gut angefangen“, blickt der Leiter der Altensteiger Badebetriebe, Stefan Mießler, auf eine furios gestartete Freibadsaison 2025 zurück. An manchen Tagen wurden laut Statistik bis zu 1200 Besucher gezählt. Zum erfreulichen Zwischenergebnis trug auch das Altensteiger Jugendhaus bei. Statt der üblichen sieben Tage wurden im Rahmen des Kinderferienprogramms zwei Wochen lang Wasserspiele und Wettkämpfe veranstaltet. Das schöne Wetter änderte sich jedoch in den Schulferien und führte zu sinkendem Kartenverkauf. Außer bei den Stammgästen, die laut Mießler jeden Morgen bereits vor der Freibaderöffnung auf der Eingangstreppe „Spalier standen“.
Zwei Tage ohne Funrutsche
Und wie lief der Betrieb in dieser Saison insgesamt? Gab es schöne und weniger schöne Ereignisse? Gefreut hat den Leiter, dass sich Badegäste bei ihm und dem weiteren aufsichtführenden Personal bedankt haben für einen freundlichen Umgang. Auch das Funktionieren der technischen Anlagen und dass bei Problemen sofort gehandelt wurde, hob er positiv hervor. Zum Beispiel, als das Landebecken der Funrutsche repariert werden musste und man zwei Tage nicht durch die Röhren rutschen konnte. Dass die DLRG an einigen Tagen die Aufsicht übernommen hat, wurde von Mießler ebenfalls positiv erwähnt.
Nicht alle halten sich an die Regeln
Die zeitlich begrenzte Wiedereinführung des Frühschwimmens am Dienstag und die längere Öffnungszeit am Donnerstagabend musste sich erst einspielen, so Mießler. Die neue Haus- und Badeordnung sei meistens eingehalten worden. Wenn jemand meinte, was vereinzelt vorgekommen sei, sich nicht in einer Kabine, sondern im Freien umziehen zu müssen oder auf das Abduschen vor dem Gleiten ins Schwimmbecken zu verzichten, habe man es bei Ermahnungen belassen können. In der ganzen Zeit habe es nur einen Vorfall mit Konsequenzen gegeben, als er einen Betrunkenen auffordern musste, das Bad zu verlassen und er daraufhin körperlich attackiert worden sei, so Mießler. Anders als in Nagold habe man aber in Altensteig keine Security gebraucht.
Der kostenlose Eintritt am ersten und nicht wie bisher am letzten Badetag habe sich nicht groß bemerkbar gemacht. Lieber wäre es ihm gewesen, wenn ein richtiges Freibadfest veranstaltet worden wäre mit Vereinen der Stadt, die sich im Wettkampf messen, betonte Mießler.
Wasser bleibt im Becken
Nach der Schließung des Freibades müssen technische und andere Abschlussarbeiten durchgeführt werden. Das Wasser bleibt bis zur Eröffnung der Freibadsaison im nächsten Jahr im Becken, damit der Boden und die Seitenwände bei Frosteinbruch keinen Schaden nehmen. Außerdem können dadurch Schmutzrückstände ausgeschwemmt werden.
Wer aufs Schwimmen nicht verzichten möchte, hat dazu ab Sonntag, 21. September, von 9 bis 12 Uhr im Hallenbad Walddorf Gelegenheit. Die Bahnen ziehen kann man dort zu den gleichen Zeiten wie im vergangenen Jahr. Außerdem werden wieder Schwimmkurse angeboten.