Festival im Nordschwarzwald
: 24 Konzerte an 22 verschiedenen Orten

Die zweite Auflage von „BlackForestJazz“ wartet vom 19. September bis 6. Oktober mit 24 Konzerten an 22 verschiedenen Orten in der Region Nordschwarzwald auf. Der Vorverkauf hat begonnen.
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(red/pm)
Oberndorf
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Sebastian Studnitzky (von links) , Ralf Recklies, Gerhard Baral und Paul Taube stellen die zweite Auflage von „BlackForestJazz“ auf die Beine.

Günther Wallburg

Nachdem das erste Jazz-Festival 2022 großen Erfolg hatte, folgt im Herbst nun die zweite Edition. Das zweite zweite Auflage wird wieder an sehr differenzierten Locations in der Region ausgetragen und soll, so hoffen die Veranstalter, viele Jazzliebhaber auch aus einem größeren Umfeld in die Region locken.

Sebastian Studnitzky, Paul Taube, Gerhard Baral und Ralf Recklies haben das neue Programm gestaltet und bilden gleichzeitig das kreative Team des Festivals. Viele Veranstalter sind laut ihrer Aussage dabei geblieben, einige Neue wollten sich gerne zusätzlich an dem Format beteiligen.

Für die hohe Qualität der Beiträge zeichnet auch wieder Sebastian Studnitzky als künstlerischer Leiter verantwortlich. „Klassischer Jazz trifft auf neuen Jazz, etablierte Künstler auf Newcomer“ – mit dieser Feststellung umschreibt er das zweite Jazz-Festival.

Studnitzky tritt weltweit auf

Als international erfahrenerer Solist gibt Studnitzky weltweit Konzerte. Der Trompeter, Pianist und Komponist ist auch Preisträger des Echo Jazz und des Opus Klassik. 2014 gründete er das XJAZZ!-Festival in Berlin, das inzwischen zum größten Jazzfestival der Hauptstadt mutiert ist und auch international für Aufmerksamkeit sorgt.

BlackForestJazz kooperiert mit XJAZZ! Berlin bei der Umsetzung des Projekts im Nordschwarzwald. Gerhard Baral mit seinem Netzwerk aus Baral&Partner-Events ist seit Jahrzehnten national und international mit der Entwicklung, Konzeption und Umsetzung von kulturellen Projekten befasst. Das Tochterunternehmen des Pforzheimer Kulturhauses Osterfeld, PF Event und dessen Geschäftsführer Paul Taube, werden das Projekt in Zusammenarbeit mit den örtlichen Ausrichtern dann umsetzen. Die mitwirkenden Konzertorte übernehmen nach Presseinformation die Honorare der beteiligten Künstler und Ensembles. Die Organisations-, Planungs-, Realisierungs- und Werbekosten werden über örtliche Förderer und Sponsoren finanziert.

Enorme Bandbreite

Die Bandbreite seit enorm, versprechen die Veranstalter. Den Auftakt der Konzertreihe gestalten Studnitzky & Friends mit “Celebrating the Freedom of M;usic“ am 19. September im Kulturhaus Osterfeld. Mit Studnitzky & Manz nähern sich zwei Musiker in Altensteig Leonard Bernstein auf ihre ganz persönliche Art: Manz als Klassiker, Studnitzky als Jazzer.

Die Kolumbianerin Nathalia Rose spielt im Café Roland in Pforzheim zeitgenössische Jazz-Kompositionen. Die legendäre Diva des Jazz, Nina Simone, wird in einer facettenreichen Show in der Stadthalle Maulbronn durch Fola Dada wieder lebendig, und Loreen Sima spielt mit ihrem Trio im PZ-Forum Bossa-Nova-Klassiker.

Es gibt auch was fürs Auge

Florian Ross gehört mit seinem Quartett zu den renommiertesten deutschen Jazzmusikern, sagt Studnitzky. Er wird im Turm-Quartier Pforzheim auftreten. Im Schloss Neuenbürg interpretiert Guy Mingus Stücke große Meister wie Beethoven, Chopin und Gershwin, und im Domicile Pforzheim wird eine Aftershowparty mit DJ Inga von jazzigen Rhythmen bis hin zu elektronischen Beats reichen.

In der Schlosskirche Pforzheim will man mit Tommy Baldo am Schlagzeug und Medienkünstler Haeger sowohl einen musikalischen wie auch optischen Höhepunkt des Festivals platzieren. Das sechsköpfige Ensemble “Kira Linn“ vermischt im Forum in Calw Elemente aus Pop, Indie, R&B und Neo-Soul, und Anna Margolina zelebriert im Arlinger Pforzheim das Great American Songbook.

Kinder kommen nicht zu kurz

Neben Spielspaß und Konzertvergnügen sollen im Kulturhaus Osterfeld und in Freudenstadt mit “Jazz and more for Kids“ Zuhörer in diesem etwas anderen Konzert nebenbei etwas über Instrumente, über Improvisationen und Intervalle erfahren. Das Munich Composers Collective setzt sich aus Studierenden und Alumni des Jazz Instituts und der Klassikabteilung der Hochschule für Musik und Theater München zusammen und tritt in Freudenstadt auf.

Mit Hautsch & Wollasch will ein Musikerpaar voluminöse Songs mit minimaoistischer Instrumentierung in der Theaterschachtel Neuhausen auf die Bühne bringen, und im Kurtheater Wildbad erzählt Clara Vetter in ihren Kompositionen über ihre sensible Wahrnehmung der Welt. Im Spiegelsaal von Bad Liebenzell soll mit Thilo Wagner eine mitreißende Hommage an die große Zeit des Swings zu hören sein, und Arne Jansen mit Stephan Braun, inspiriert von Jansens Kindheitserinnerungen an die Dire Straits, spielen im Alten Schlachthof Pforzheim.

Nils Petter Molvær im Kulturhaus Osterfeld sei einer der herausragendsten Künstler im Bereich elektroakustischem Jazz, und Nathalie Greffel definiere musikalische Grenzen zum Abschluss noch in Simmersfeld. Weitere Informationen gibt es unter www.blackforestjazz.de zu bekommen.

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