Elternumfrage in Ostelsheim
: Wird der Splitting-Tarif abgeschafft?

Vor einer Beschlussfassung, ob Kitaplätze der verlängerten Öffnungszeiten gesplittet werden können, will die Leiterin der Kita Kunterbunt eine Umfrage unter Eltern starten.
Von
Ralf Recklies
Ostelsheim
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Kitaplätze sind in Ostelsheim nach wie vor sehr gefragt.

Kitaplätze sind in Ostelsheim nach wie vor sehr gefragt (Symbolfoto).

len44ik - stock.adobe.com
  • Kita Kunterbunt prüft Abschaffung des Splitting-Tarifs für verlängerte Öffnungszeiten.
  • Grund sind hoher organisatorischer Aufwand und Wunsch vieler Familien nach vier Tagen.
  • Feste Ganztagsgruppe eingerichtet – sie soll für ruhigere Abläufe und Stabilität sorgen.
  • Sieben Plätze werden am Ende des laufenden Kita-Jahres frei, sind aber bereits vergeben.
  • Vor der Entscheidung will die Leitung alle Eltern befragen; Gemeinderat berät erneut.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Bedarf an Kita-Plätzen ist in Ostelsheim ungebrochen groß. Zur Verbesserung der pädagogischen Arbeit und der organisatorischen Abläufe wurde in der Kita Kunterbunt inzwischen nach Information der Kita-Leiterin Lauren Heselschwerdt eine feste Ganztagesgruppe eingerichtet, in der alle Ganztageskinder zusammengefasst sind. Zuvor hatte es im Tagesverlauf zahlreiche Gruppenwechsel und sogenannte Betreuungsübergänge gegeben, die laut Heselschwerdt zu einer erheblichen Unruhe im gesamten Kindergarten geführt hatte. Dadurch sei auch die pädagogische Arbeit teils beeinträchtigt worden.

Sieben Plätze werden frei

Bis zu 20 Kinder im Alter von über drei Jahren können in der sogenannten Ganztagsgruppe betreut werden, die aktuell vollständig belegt ist. Zum Ende des laufenden Kindergartenjahres werden sieben Kinder aus der Gruppe eingeschult und verlassen daher die Einrichtung. Die frei werdenden Plätze sind laut Heselschwerdt bereits durch Anmeldungen beziehungsweise Wechsel innerhalb der Kita komplett belegt. Nachdem es bislang in der Kita die Möglichkeit gab, die Ganztagesplätze zu splitten, sodass freie Kapazitäten von Kindern, die nicht an allen vier Tagen eine verlängerte Betreuung benötigten, von anderen Kindern genutzt werden konnten, gibt es nun Überlegungen, dieses Splitting-Angebot abzuschaffen. Vor allem der organisatorische Aufwand ist laut Heselschwerdt  groß. Da zudem die meisten Familien, deren Kinder die frei werdenden Plätze ab dem kommenden Kita-Jahr belegen, die Plätze der Einrichtung an vier Tagen nutzen möchten, stehe der organisatorische Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen. Die Regelung trage zudem zu einer stabilen Gruppenstruktur und zu einem ruhigeren Tagesablauf innerhalb der Gruppe bei.

Großer Mehraufwand

In der Diskussion mit den Ratsmitgliedern zeigte sich, dass man die Splitting-Regelung nicht unbedingt aufgeben möchte, es wird aber auch gesehen, dass der organisatorische Mehraufwand das Kita-Team vor besondere Herausforderungen stellt. Da es zudem Überlegungen gibt, eine weitere Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten oder gar einem Ganztagsangebot einzurichten, wurde angeregt, insbesondere durch eine Befragung der Familien zu ergründen, wie groß der Bedarf für die Inanspruchnahme der verlängerten Öffnungszeiten ist.

Schließlich ist das ursprüngliche Ganztagsangebot in Ostelsheim derzeit keins mehr, da die einst angebotenen Öffnungszeiten bis 15 Uhr aktuell nicht gestemmt werden können. Während die Regelöffnungszeiten von Montag bis Freitag jeweils von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr sind, können Eltern, die eine längere Betreuung benötigen, aktuell von Montag bis Donnerstag eine um 30 Minuten längere Betreuung dazubuchen – auch nur an einzelnen Tagen. Das einstige Ganztagsangebot mit deutlich längeren Öffnungszeiten hatte mangels personeller Kapazitäten Ende 2025 eingeschränkt werden müssen. Dieses soll, so zumindest die Vorstellung Lauren Heselschwerdts, aber in absehbarer Zeit wieder angeboten werden. Man arbeite an einer Lösung.

Vor einer Entscheidung, ob der Splitting-Tarif abgeschafft oder beibehalten werden soll, will Lauren Heselschwerdt nun eine umfassendere Umfrage unter der Eltern angehen. Zuletzt hatte sie nur die Eltern der sieben Jungen und Mädchen befragt, die ab dem nächsten Kita-Jahr die sogenannten GT-Plätze belegen. Mit den dann vorliegenden Ergebnissen soll das Thema erneut im Gemeinderat auf die Agenda kommen. Grundsätzlich, so wurde in der Diskussion aber deutlich, ist den Gemeinderäten daran gelegen, den Eltern ein möglichst gutes und umfassendes Betreuungsangebot zu machen.

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