Ehrungen in Überberg: Boysen-Jubilare stehen für gute alte Tugenden

Kontinuität in wechselhaften Zeiten: Boysen-Jubilare beim Ehrungsabend in Überberg.
BoysenIhre jeweils 45 Berufsjahre haben Lidija Stöhr, Bernhard Großmann und Werner Kramm einem einzigen Arbeitgeber gewidmet und dabei miterlebt, wie dieser – ausgehend vom einfachen Produktionsbetrieb – stetig gewachsen ist: Heute steht die in Altensteig ansässige Boysen-Gruppe unter den Top 100 der Automobilzulieferer weltweit – und das genannte Trio an der Spitze der Boysen-Arbeitsjubilare 2024.
Und jeder der drei hat in dieser Zeit seine eigene Boysen Geschichte geschrieben: Lidija Stöhr als Teamleiterin Entgeltabrechnung und stellvertretende Personalleiterin, Bernhard Großmann als Meister im Vorrichtungsbau und Werner Kramm als Werkzeugmacher.
„Ein Arbeitsleben für nur eine Firma ist in diesen Zeiten schon außergewöhnlich. Unsere drei 45er kennen Boysen von Grund auf und haben unter anderem auch das Wirken von Elisabeth Boysen noch miterlebt“, so Boysen-Geschäftsführer Rolf Geisel in seiner Laudatio. Damit stünden sie „für einige der guten alten Tugenden, die wir in der heutigen Gesellschaft mehr denn je dringend brauchen und die unser Unternehmen zu dem gemacht haben, was wir heute sind“.
Ehrungsabend ist „wichtige Tradition“
Für Till Scharf, Chief Operating Officer (COO) der Boysen-Gruppe, ist der alljährliche Ehrungsabend im Gasthaus Hirsch in Überberg „eine lieb gewonnene und wichtige Tradition, denn er gibt uns die Möglichkeit, unseren Jubilaren danke zu sagen – danke für die Leistungsbereitschaft und die Treue in all den Jahren.“
2024 zählt Boysen an den Standorten in Altensteig und Simmersfeld 102 Jubilare mit mindestens 20 Jahren Betriebszugehörigkeit. Die hohe Zahl ist für den COO nicht nur ein Beleg für die Zufriedenheit der Mitarbeiter, sondern auch ein Zeichen für die Kontinuität und Stabilität, die das Stiftungsunternehmen „in Zeiten des tiefgreifenden Wandels auszeichnet“.
„Gewinne brechen drastisch ein“
In seinem Grußwort blickte Till Scharf auf ein „schweres Wirtschaftsjahr 2024“ zurück, in dem sich die seit 2020 bestehenden Krisenszenarien vor allem durch den Konjunkturabschwung im einst wachstumsstärksten Markt in China noch einmal extrem verschärft hätten: „Die Auswirkungen bekommt die Export- und Automobilnation Deutschland mit voller Wucht zu spüren: Gewinne brechen drastisch ein, und es vergeht fast kein einziger Tag, an dem in der Wirtschaftspresse nicht von Standortschließungen und Stellenabbau zu lesen ist.“
Auch die Boysen-Gruppe komme unter diesen Bedingungen nicht unbeschadet davon. Dass die Lage jedoch noch stabil sei, zeige sich unter anderem daran, dass die Zahl der Mitarbeiter im heimischen Landkreis mit 1900 exakt dem Vorjahreswert entspreche, was mit Blick auf das Marktumfeld keine Selbstverständlichkeit sei. „Es gibt einige Beispiele – darunter auch andere Stiftungsunternehmen –, die ihrer Verantwortung in Bezug auf die Arbeitsplatz- und Zukunftssicherheit ihrer Mitarbeiter nicht mehr gerecht werden können.“
Zwei Großaufträge für Batteriegehäuse
Einmal mehr bewährt habe sich bei Boysen in diesem Jahr „unsere Strategie der Technologieoffenheit inmitten der automobilen Transformation“. Im Kerngeschäft Abgastechnik würden die Kundenanfragen wieder zunehmen und auch im Bereich der E-Mobilität sei die Unternehmensgruppe mit zwei Großaufträgen zur Fertigung von Batteriegehäusen auf einem guten Weg. Besagte Aufträge für die Automobilkunden BMW und Mercedes-AMG laufen Anfang 2025 an den neuen Boysen-Standorten in Nyíregyháza (Ungarn) und Nagold an.
Derweil arbeiten die Ingenieure im 2024 eröffneten BAK Entwicklungszentrum in Simmersfeld laut Till Scharf bereits daran, im Neugeschäft mit Fahrzeugbatterien den nächsten Schritt vom Komponenten- zum Systemhersteller zu gehen.
„Starke Mannschaft“ ist die Basis
Die Basis für die stabile Entwicklung der Unternehmensgruppe sieht auch Boysen-Personalleiter Marcel Lo Manto „in einer starken Mannschaft, die in solch heraus-fordernden Zeiten fest zusammenhält. Deshalb geht mein herzlicher Dank an unsere Jubilarinnen und Jubilare, die mit ihrer Arbeit einen wesentlichen Beitrag leisten.“
Die Jubilare
20 Jahre:
Edin Aljkovic, Viktor Renz, Stephan Aupperle, Torben Roh, Jakob Renpening, Semedin Morina, Hans-Jörg Waidelich, Mario Kübler, Stefan Babic, Robert Otto, Gregor Hauser, Pascal Pahler, Thorsten Mohr, Rainer Wöhrle, Roland Beilharz, Cafer Celebi, Fatih Eskiyurt, Thomas Luz, Alexej Müller, Reinhold Thiel, Seref Eren, Timo Rechenberg, Friedrich Heß, Adelheid Riexinger, Raimund Haist, Rainer Hanselmann, Robert Gigler, Ronny Umbusch, Peter Schittenhelm, Uwe Sosnowski, Thomas Braun, Nenad Gojsovic, Robin Theurer und Vitali Dottai.
25 Jahre:
Jasmin Thomas, Judith Waidelich, Wolfgang Blöchle, Vitalis Brecht, Bernd Brüstle, Bernd Hauser, Markus Helmlinger, Lothar König, Stefan Max, Patrick Raisch, Sven Schwarz, Rainer Seeger, Günther Spieß, Martin Stuka, Tino Wiskandt, Marco Fiorenzo, Goran Juric und Günter Schuon.
30 Jahre:
Waldemar Beichel, Viktor Beifuß, Alexander Bitner, Robert Deutsche, Grigori Dumler, Johann Eigenseer, Alexander Enns, Vitali Flad, Alexander Gerner, Ale-xander Gorich, Andreas Himmelreich, Fevzi Ilhan, Sergej Kast, Andrei Klein, Eduard Klotz, Waldemar Lohs, Valeri Nold, Manuel Rodrigues Gomes, Mouzafer Sali Oglu, Viktor Schäfer, Artur Tajbert, Ali Baris Tokacoglu, Viktor Waldmann, Jakob Wolf, Jürgen Laner, Alexander Likkei, Wladimir Bitner, Waldemar Dammer, Alexander Hof, Harry Mai, Edvin Müller, Juri Muraschko, Igor Schmied, Heiko Schneck, Johann Sommerfeld und Wladimir Wolf.
35 Jahre:
Axel Hengsteler, Volkmar Knipps, Petro Nappa, Hartmut Roller, Heinz Frey, Petra Völpel und Andre Schwarzbach.
40 Jahre:
Christina Rau, Gerhard Geissler, Sylvea Pfeiffer und Apti Sen.
45 Jahre:
Lidija Stöhr, Bernhard Großmann und Werner Kramm.