„Das ist Rückschritt“: Grüne im Kreis Calw kritisieren die Wirtschaftspolitik

Fynn Rubehn (Landtagskandidat, von links) Sandra Detzer (Bundestagsabgeordnete), Anke Much (Kreisverbandssprecherin), Lena Abdi (Kreisverbandssprecherin) und Joe Schwarz (kommunalpolitischer Sprecher)
© 2025 Manuel ZahnBei der Kreismitgliederversammlung der Grünen im Kreis Calw war Sandra Detzer, wirtschaftspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, zu Gast. In einer pointierten Rede kritisierte sie die Wirtschaftspolitik der aktuellen Regierungskoalition, heißt es in der Mitteilung der Grünen.
Die von den Grünen mit angestoßene Reform der Schuldenbremse sei zwar übernommen worden, nun aber drohten dringend nötige Investitionen in Klimaschutz, Energieinfrastruktur und Digitalisierung unter die Räder zu kommen.
„500 Milliarden Euro Spielraum wurden geschaffen, 100 Milliarden für Klimaschutz vorgesehen – und jetzt droht das Geld in Wahlgeschenken wie Mütterrente und Agrardiesel zu versickern“, sagte Detzer. „Das ist keine Wirtschaftswende, das ist Rückschritt.“ Stattdessen brauche es Investitionen in Netze, Speicher und Wasserstoff-fähige Gaskraftwerke.
Auch der Fachkräftemangel, Bürokratieabbau und die Rolle attraktiver Kommunen wurden lebhaft diskutiert. Im Fokus standen außerdem die finanziellen Herausforderungen der Kommunen im ländlichen Raum sowie notwendige Schritte für eine moderne Energiepolitik.
Neben der politischen Diskussion gab es auch Grund zum Feiern: Mit Altensteig und Enz-Alb wurden zwei neue Ortsverbände von den anwesenden Mitgliedern einstimmig bestätigt – ein starkes Zeichen für den wachsenden Rückhalt der Grünen im Kreis.