Calws Krankenhaus
: Wie aus Resten des Altbaus eine kleine Klinik in Nigeria entsteht

Der Landkreis Calw spendet 40 Krankenhausbetten aus der alten Calwer Klinik an ein Projekt in Nigeria. Dort entsteht eine kleine Klinik mit Geburtsstation.
Von
red/pm
Calw
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Der Landkreis Calw übergibt Krankenhausbetten an eine Klinik in Nigeria (v.l.: Landrat Helmut Riegger, Agnes von Ow-Wachendorf, Prof. Dr. Martin Oberhoff, Veronika Fischer, Wolfgang Kömpf).

Der Landkreis Calw übergibt Krankenhausbetten an eine Klinik in Nigeria (v.l.: Landrat Helmut Riegger, Agnes von Ow-Wachendorf, Prof. Dr. Martin Oberhoff, Veronika Fischer, Wolfgang Kömpf).

Landratsamt Calw/Jonas Widmayer
  • Landkreis Calw spendet 40 Betten aus der alten Klinik an ein Projekt in Amannachi, Nigeria.
  • Dort entsteht eine kleine Klinik mit etwa 60 Betten und einer Geburtsstation – erste Mauern stehen.
  • Finanzierung erfolgt über Spenden; der Verein Raindrops for Nigeria koordiniert das Vorhaben.
  • Landrat Helmut Riegger begrüßt die Spende, lokale Firmen liefern Material, etwa Holz für den Transport.
  • Der Verein sucht weitere Sachspenden wie Ultraschall, EKG, Röntgen sowie Rollstühle und mehr.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es ist ein Anfang. Mit der Inbetriebnahme der neuen Kliniken in Calw wurde ein bedeutendes Kapitel der Gesundheitsversorgung im Landkreis Calw aufgeschlagen, erklärt das Landratsamt Calw in einer Pressemitteilung.

Der moderne Klinikneubau ersetzt das bisherige Kreiskrankenhaus in Calw und bietet den Patienten künftig eine moderne medizinische Versorgung. Mit dem Umzug in den Neubau wurden zahlreiche Einrichtungsgegenstände aus dem ehemaligen Krankenhaus frei – darunter auch 40 Krankenhausbetten.

Schier unvorstellbare Hoffnung auf medizinische Versorgung

Diese sollen nun an einem ganz anderen Ort ein neues Leben beginnen und als Grundausstattung für ein Projekt, das im nigerianischen Dorf Amannachi langsam Formen annimmt, eingesetzt werden. Dort wachsen die ersten Mauern bereits aus dem Fundament.

Der kleine, kaum mehr als 40 Mitglieder zählende Verein Raindrops for Nigeria mit Sitz in Hirrlingen/Dettingen (Kreis Tübingen) verwirklicht hier in Nigerias Süden ein Projekt, das den Menschen dort eine bislang schier unvorstellbare Hoffnung auf verlässliche medizinische Versorgung gibt.

„Diese Unterstützung leisten wir sehr gerne“

„Unsere Verantwortung endet nicht an den Landkreisgrenzen“, betont Landrat Helmut Riegger. „Wir freuen uns sehr, dass die Krankenhausbetten aus unserem ehemaligen Kreiskrankenhaus nun dort eingesetzt werden können, wo sie dringend gebraucht werden und für viele Menschen in Nigeria den Zugang zu medizinischer Versorgung überhaupt erst ermöglichen. Diese Unterstützung leisten wir sehr gerne.“

Diese kleine Klinik mit etwa 60 Betten samt Geburtsstation ist für sie ein lebensverändernder Beitrag zur Gewährung notwendiger Lebensqualität.

Die Freude der Menschen in der Region über diese neuerweckte Hoffnung sei unvorstellbar groß, berichtet Remigius Orjiukwu, Leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit Eichenberg, der selbst aus dem Dorf stammt und sich bereits ein Bild von dem Baufortschritt vor Ort in Nigeria gemacht hat: „Mit Freude übermittle ich den Dank etlicher Menschen aus den umliegenden Dörfern an alle, die einen Beitrag für dieses kleine Krankenhaus geleistet haben und in Zukunft leisten.“

Rein aus Spenden finanziert

Weil der Bau dieser kleinen Klinik rein aus Spenden finanziert wird, ist der Verein umso dankbarer für die Unterstützung des Calwer Landkreises.

Bei der offiziellen Übergabe der Betten revanchierte sich Veronika Fischer, zweite Vorsitzende des Vereins, für die Unterstützung des Calwer Landrates Helmut Riegger und für das Engagement des Vereins in Nigeria: „Den Dank geben wir gerne zurück. Mit der großzügigen Überlassung der Krankenhausbetten und weiteren Materialien aus der ehemaligen Klinik geben Sie uns die Möglichkeit, Menschen in Nigeria zu helfen und dort Gutes zu bewirken. Und das tun wir von Herzen gerne.“

Bau des Fundaments für die kleine Klinik in Nigeria

Bau des Fundaments für die kleine Klinik in Nigeria

Roland Buckenmaier

Unterstützung kam auch von anderer Calwer Seite. Der Baumarkt Kömpf erklärte sich spontan bereit, das für die Stabilisierung der Betten notwendige Holz in den Schiffscontainern kostenlos zur Verfügung zu stellen. Firmenchef Wolfgang Kömpf brachte seine Motive dafür auf den Punkt: „einfach helfen“. Das gespendete Holz wird später vor Ort in Nigeria für den Bau der Klinik verwendet.

„Wir sind für jede Unterstützung dankbar“

Wer selbst das Klinikprojekt unterstützen will, kann dies tun. „Jede kleinste Spende bewirkt Großes“, so Agnes v. Ow-Wachendorf, erste Vorsitzende des Vereins. „Wir sind für jede Unterstützung dankbar.“

Der Verein sucht nach wie vor gut erhaltene gebrauchte Sachspenden für das entstehende Krankenhaus. Medizinische Geräte wie Ultraschall, EKG, Röntgen, oder medizinische Laborgeräte sowie Hilfsmittel wie Rollstühle und vieles mehr.

Kontakt: info@raindropsfornigeria.com; Spendenkonto: IBAN DE04 6415 0020 0004 4893 28

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