Calw: Gedrucktes Buch hat Zukunft

Der Leser hat die Wahl: Bildschirm oder Papier, klicken oder blättern Foto: Archiv
Schwarzwälder-BoteVon Aleyna Eser
Wer hat heute noch Zeit und Lust, ein Buch zu lesen? Und sind Bücher überhaupt noch zeitgemäß oder verlieren sie an Bedeutung?
Da gehen die Meinungen auseinander. Die einen finden es lästig und zeitraubend, die anderen sehen Lesen wiederum als Bereicherung. Aber was hat sich an den Lesegewohnheiten der einzelnen Personen geändert? Zum einen liegt es am Zeitmangel, zum anderen finden vor allem jüngere Menschen die handliche und moderne Variante des E-Books praktischer. Kaum einer nimmt noch einen dicken Schmöker in die Hand.
Selbst in den Buchgeschäften werden nur noch 49 Prozent der Bücher verkauft, der Rest verläuft über das Internet. Die moderne Variante scheint sich durchsetzen, da die E-Books das Tragen erleichtern und man viele Bücher handlich bei sich hat. Außerdem lassen sich mit E-Books Videos und Animationen verbinden.
Doch durch die Funktionsinflation der modernen Bücher kommt es beim Leser zu einer Reizüberflutung. Da liegt das gedruckte Buch im Vorteil, da es greifbar und unkompliziert ist und der Leser nicht in Hektik und Zeitdruck verfällt sondern sich in Ruhe zurücklehnen und entspannen kann. Außerdem werden die gedruckten Bücher vorher von einem Lektoren auf Fehler überprüft, was bei den meisten E-Books nicht der Fall ist.
Auch bedeutet Lesen Liebe – schon als Kleinkind auf Mamas Schoß. Lesen verbindet, bildet, macht Spaß und lenkt ab. Es fördert die Fantasie, wodurch eine Interaktion zwischen Leser und Buch entsteht. Die Entwicklung von Persönlichkeit und Sprache sowie die Anregung zum Denken werden gefördert. Außerdem bieten Bücher eine Orientierung, wodurch die Identifikation gestärkt wird. Die steigende Anzahl an Analphabeten führt zu einer fraglichen Zukunft im Berufsleben, weshalb man sich schon früh um eine Leseförderung kümmern sollte, denn man kann im Elternhaus, in der Schule und in Kursen viel bewegen.
Es gibt keinen Untergang des gedruckten Buches, trotz neuer digitaler Medien, nur der Umgang mit dem gedruckten Buch ändert sich. Schließlich haben Bücher nicht nur Zukunft, sonder auch eine Geschichte und Gegenwart, im Gegensatz zu der modernisierten Variante des Buches. Obwohl Bücher unhandlich für die globalisierte Welt sind, bleiben Bücher bestehen. Es ist jedem selbst überlassen ob es "Bildschirm statt Papier und Klicken statt Blättern" heißt. u Die Autorin ist Schülerin der Klasse 9a am Otto-Hahn-Gymnasium Nagold.