Unfallfahrer bei Pforzheim: Haftbefehl wegen Fluchtgefahr

Symbolbild
Stefan Puchner/dpaEin 36-Jähriger soll am Donnerstagabend mit einem zuvor im Raum Stuttgart entwendeten Opel auf der Bundesautobahn 8, kurz vor der Ausfahrt Pforzheim Süd in Fahrtrichtung Karlsruhe, nahezu ungebremst zwischen einer staubedingt gebildeten Rettungsgasse hindurchgefahren sein. Dabei beschädigte er zwei Fahrzeuge, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe, Zweigstelle Pforzheim, und des Polizeipräsidiums Pforzheim.
Mehrfach auf der Gegenfahrbahn unterwegs
Kurze Zeit später fuhr der Opel-Lenker demnach bei der Anschlussstelle Pforzheim Süd ab. Eine hinzugerufene Funkstreife der Verkehrspolizeiinspektion Pforzheim versuchte, den Tatverdächtigen mittels deutlicher Anhaltezeichen und Blaulicht zu stoppen, um ihn einer Kontrolle zu unterziehen. Der auf der Wurmberger Straße fahrende Opel-Lenker beschleunigte jedoch sein Fahrzeug stark und fuhr weiter in Richtung Pforzheim. Hierbei benutzte der Tatverdächtige laut Polizei und Staatsanwaltschaft mehrfach und mutmaßlich bewusst die Gegenfahrbahn. Bei diesen Verkehrsvorgängen gefährdete er auch entgegenkommende und in gleiche Richtung fahrende Kraftfahrzeuge.
Fahrzeug durch Kollision über die Gegenfahrbahn geschleudert
Auf Höhe einer Kreuzung im Bereich der Wurmbergerstraße/Nieferner Sträßchen kollidierte das Fahrzeug des Tatverdächtigen mit einem dort ordnungsgemäß stehenden Ford, der infolge des Aufpralls über die Gegenfahrbahn in den Grünstreifen geschleudert wurde. Der Tatverdächtige setzte seine Fahrt gleichwohl fort und überholte noch immer auf der Wurmberger Straße in Richtung Pforzheim ein dort fahrendes Auto, das er an der linken Fahrzeugseite streifte. Der Wagen des Tatverdächtigen kam kurz danach selbst auf dem Grünstreifen zum Stehen. Eine Streifenbesatzung des Polizeireviers Pforzheim Süd nahm den leicht verletzten Opel-Lenker vorläufig fest. Er wurde kurzzeitig in einem Krankenhaus behandelt.
Verletzte und Sachschaden von rund 60 000 Euro
Die Landesstraße 1135/Wurmbergerstraße wurde für die Unfallaufnahme über mehrere Stunden gesperrt. Bei den Verkehrsunfällen wurden mindestens zwei unbeteiligte Personen, die sich in dem Ford befanden, leicht verletzt. Der Sachschaden beläuft sich laut Pressemitteilung auf rund 60 000 Euro. Zur Unfallaufnahme wurde ein Gutachter hinzugezogen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe, Zweigstelle Pforzheim, wurde der dringend tatverdächtige 36-Jährige am Freitag dem zuständigen Haftrichter des Amtsgerichts Karlsruhe vorgeführt, der Haftbefehl wegen Fluchtgefahr erließ und in Vollzug setzte. Der Tatverdächtige befindet sich seither in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Verkehrs- und Kriminalpolizei und der Pforzheimer Staatsanwaltschaft dauern weiter an.