Betrüger geben sich als Polizisten aus
: Seniorin in Ostelsheim um Zehntausende Euro gebracht

Ein falscher Polizist hat eine Seniorin in Ostelsheim um ihre Gold- und Silbermünzsammlung gebracht. Die Kriminalpolizei warnt und sucht nun nach den Tätern.
Von
red/pz
Ostelsheim
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Blaulicht

Ein falscher Polizist hat eine Frau in Ostelsheim um Münzen im Wert von mehreren Zehntausend Euro gebracht. (Symbolfoto)

Friso Gentsch/dpa
  • Falscher Polizist erbeutete in Ostelsheim Münzsammlung im Wert von Zehntausenden Euro.
  • Der Mann erschien gegen 13 Uhr bei einer Seniorin und verlangte Gold- und Silbermünzen.
  • Die Frau übergab eine Tasche mit Münzen, danach floh der Täter nach etwa vier Stunden.
  • Beschreibung: etwa 25 bis 30 Jahre alt, dunkle halblange Haare, dunkle Kleidung.
  • Polizei ermittelt und warnt: Niemanden in die Wohnung lassen, echte Polizei fordert kein Geld.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit einer perfiden Masche haben Betrüger am Montag in Ostelsheim zugeschlagen. Opfer war eine Frau, die den Betrügern ihr Vermögen aushändigte.

Nach Angaben der Polizei riefen die Betrüger das Opfer an und gaben am Telefon vor, Polizeibeamte zu sein. Sie behaupteten, in der Nachbarschaft habe es Einbrüche gegeben. Zudem behaupteten sie, es gebe Hinweise darauf, dass auch das Haus der Geschädigten Ziel eines Einbruchs werden könnte.

Der vermeintliche Polizeibeamte wurde der Frau bereits während des Telefonats beschrieben und erschien gegen 13 Uhr, wie angekündigt, an ihrer Wohnanschrift. Der Mann brachte die Bewohnerin dazu, ihre wertvollen Gold- und Silbermünzen herauszugeben.

Die Frau überreichte dem Unbekannten eine Tasche mit den Münzen im niedrigen siebenstelligen Eurobetrag. Etwa vier Stunden später verließ der Betrüger das Haus wieder und flüchtete in unbekannte Richtung.

Den Betrug bemerkte die Geschädigte schließlich selbst und erstattete Anzeige beim Polizeirevier.

Der Täter wird als etwa 25 bis 30 Jahre alt beschrieben. Er hatte dunkle, halblange Haare und trug dunkle Kleidung.

Polizei sucht nach Zeugen

Die Kriminalinspektion 3 aus Calw ermittelt nun in dem Fall. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben – auch vor 13 Uhr – werden gebeten, den Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 07231186/4444 anzurufen.

Die Täter dieser Betrügereien nutzen verschiedenste Gründe, um ihre Opfer zur Übergabe von Geld und Wertgegenständen zu bewegen, warnt die Polizei. Die Betrüger behaupten beispielsweise, dass Vermögen in der Wohnung nicht sicher sei oder Gegenstände auf Spuren untersucht werden müssten.

Besonders perfide: Die Kriminellen geben am Telefon Behördennummern vor, indem sie technische Verfahren nutzen, um echte Nummern zu imitieren.

Die Polizei empfiehlt: Lassen Sie niemals Unbekannte in Ihre Wohnung. Fordern Sie immer einen Dienstausweis und rufen Sie bei Verdacht die Behörde selbst an. Suchen Sie die Nummer selbst heraus. Öffnen Sie dabei dem Besucher die Tür nicht vollständig. „Die echte Polizei fordert niemals Geldbeträge“, heißt es abschließend.

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