Bauantrag da, Rat stimmt zu
: Jetzt kann das Pflegeheim in Schömberg kommen

88 Pflegeplätze und acht Wohnungen sollen in Schömbergs Neuer Mitte entstehen. Im kommenden Frühjahr soll es losgehen.
Von
Ralf Klormann
Oberndorf
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Auf diesem Gelände in Schömbergs Neuer Mitte soll ein Pflegeheim entstehen.

Thomas Fritsch

Was lange währt: Das geplante Pflegeheim in Schömbergs Neuer Mitte kann endlich gebaut werden. Siloah hat einen Bauantrag eingereicht, der Gemeinderat ebnete nun in seiner jüngsten Sitzung den Weg für das Vorhaben.

Konkret plant der Evangelische Diakonissenverein Siloah mit Sitz in Pforzheim ein vierstöckiges Gebäude mit 88 Pflegeplätzen in sechs Wohngruppen und acht Wohnungen für Betreutes Wohnen zu errichten.

Die Wohnungen sollen dabei jeweils zwei Zimmer umfassen und zwischen 45 und 62 Quadratmetern Wohnfläche bieten.

Vorhaben weicht von zuletzt bekannten Plänen ab

Außerdem sind 24 Fahrrad- und 24 Fahrzeug-Stellplätze in einer Tiefgarage vorgesehen. Darüber hinaus sollen auf dem Vorplatz drei Stellplätze sowie weitere Kurzzeitplätze entstehen.

Damit weicht das Vorhaben in Teilen von den zuletzt bekannten Plänen ab. Darin war noch von 44 Tiefgaragen-Stellplätzen, fünf Pflegegruppen für 73 Personen und 18 betreuten Wohnungen mit jeweils einem bis drei Zimmern und Grundflächen zwischen 35 und 70 Quadratmetern die Rede gewesen.

Das Flachdach soll begrünt werden; außerdem sind dort auch Flächen für eine Photovoltaik-Anlage vorgehalten.

Nicht zuletzt sollen die Wärmepumpen des Gebäudes samt Schallschutz-Einhausung auf dem Dach ihren Platz finden.

„Im Kindergarten ist man froh um Schatten“

In der Einwohnerfragerunde sorgte sich indes ein Bürger unter anderem über die Gebäudehöhe. Der geplante Bau nehme der benachbarten Kita „Am Eulenbächle“ in den Wintermonaten die Sonne.

Außerdem meinte er, die Anzahl der vorgesehenen Stellplätze entspreche zwar den gesetzlichen Vorgaben – doch zu Zeiten des Schichtwechsels im Pflegeheim sei der Bedarf wohl größer. Falle dies dann auch noch mit den Hol- und Bringzeiten der Kita zusammen, fürchtete er ein Verkehrschaos in der Brunnenstraße.

Bürgermeister Matthias Leyn erwiderte, der Gemeinderat habe sich viel mit der Frage der Beschattung beschäftigt. Darum sei der Bau einerseits weit abgerückt worden. Und andererseits: „Im Kindergarten ist man froh um Schatten“, erklärte Leyn. Die Sonne sorge teils sogar für zu viel Wärme.

Was die Parkmöglichkeiten betrifft, sagte der Bürgermeister, darüber sei mit Siloah gesprochen worden. Was Schichtwechsel betreffe, habe der Diakonissenverein seine Erfahrungen. Darüber hinaus vermute er, dass diese wohl nicht gerade zeitgleich mit den Hol- und Bringzeiten zusammenfallen – sicher wisse er das aber nicht.

Der Gemeinderat sprach sich indes zügig und einstimmig für das Bauvorhaben aus.

Michael Nothacker (UWV) meinte, das Gremium habe ja bereits oft über das Vorhaben gesprochen. Auf anfängliche Bedenken hinsichtlich der Gebäudehöhe und des Schattenwurfs sei Siloah eingegangen. Er habe keine Bedenken und freue sich, dass das Heim jetzt gebaut werde.

Ein „Meilenstein für Schömberg“

Simone Rothfuß (CDU) schloss sich ihm an. Das Projekt sei ein „Meilenstein für Schömberg“. Die große Anzahl an Plätzen und Wohnungen, „das ist ein Wort“.

Jörg Krax (MUZ) sprach von einem „guten Kompromiss, den wir ausgehandelt haben“. Auch er habe keine Bedenken.

Der Baubeginn, so berichtete Bürgermeister Leyn bei der Einwohnerversammlung im September, sei im Frühjahr vorgesehen. Früheren Angaben des Diakonissenvereins zufolge rechnet Siloah mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren.

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