Aufbau für „Kultur im Freien“
: Wildberger Schloss bereitet sich auf AC/DC und Mundart-Comedy vor

Der Aufbau für die diesjährige „Kultur im Freien“-Runde in Wildberg ist gestartet. In der romantischen Schlossanlage sind Lichtstrahler, Soundboxen und Nebelmaschine eingezogen.
Von
Wiebke Jansen
Oberndorf
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Jürgen Reidelbach testet die Nebelmaschine.

Jansen

400 Stühle sind in der Schlossanlage gebaut, auf der Bühne haben Soundboxen und Lampen ihren Platz gefunden. Hinter den Stühlen steht ein schwarzes Zelt, hier ist die Technik untergebracht mit Mischpult und Lichtsteuerung. Der Aufbau für die diesjährige Runde „Kultur im Freien“ ist in den letzten Zügen.

Schon am Montag ist das Team von Event-Media-Tec mit dem Material angerückt, etwa eineinhalb Tage dauert es, die Schlossanlage für die Auftritte vorzubereiten. Einige Kleinigkeiten, wie der Soundcheck, wird erst mit den Künstlern gemacht – immerhin wissen diese am besten, welches Instrument wie laut sein muss.

Nebelmaschine verströmt süßlichen Duft

Neben den Lampen, die die Bühne beleuchten und für Lichtakzente sorgen, sind auch an den Seiten der historischen Schlossanlage Lichtanlagen installiert. So können die alten, schweren Quader im zunehmenden Dunkel während der Aufführungen angestrahlt werden und für beeindruckende, stimmungsvolle Atmosphäre sorgen.

Auf der Bühne ist bereits die Nebelmaschine platziert, ein Test zeigt: läuft! Nebel zieht über die Bühne, steigt auf, vermischt sich mit dem blauen Licht, das von hinten getestet wird. Die Mischung hat einen süßlichen Geruch, ein wenig wie Plätzchenteig.

Am Dienstagnachmittag macht das Team noch die Feinjustierung. Funktioniert jede Lampe, wie sie soll? Sind die Soundboxen in Ordnung? Auch werden noch Liegestühle aufgestellt. Später soll noch die Abendkasse aufgebaut werden, diese wird am Eingang zur Schlossanlage sein, genau wie der Einlass selbst.

Während des Aufbaus ist die Schlossanlage noch begehbar, einige Spaziergänger genießen das Ambiente und den Schatten unter den Bäumen an diesem warmen Sommertag.

„Jede Location ist einzigartig“

Auch sind noch nicht alle Stühle vor Ort. Einen Tag später, wenn das schwäbische Mundart-Comedyduo Hillu’s Herzdropfa auf der Bühne steht, sollen 100 bis 150 Stühle mehr aufgebaut sein.

„Im Grunde ist jede Location einzigartig“, sagt Veranstaltungstechniker Jürgen Reidelbach. Für ihn stellt sich jedes Mal die Frage: Ist es ein Ort, der gut zu händeln ist, oder nicht? Open-Air gefällt ihm dabei besser: Denn anders als in Hallen gibt es keine größeren Schwierigkeiten mit zurückfallendem Schall. Die Wände im Schloss fallen da nicht ins Gewicht.

Auch ist der Aufbau verhältnismäßig entspannt, da er zeitlich sehr entzerrt stattfinden kann. So hat das Team genügend Zeit, alles in Ruhe durchzutesten und notfalls auszutauschen. Damit steht dem Auftritt für die Künstler in Wildberg nichts mehr im Wege.

Das sind die Termine

Den Anfang macht Hillu’s Herzdropfa am Mittwoch, am Donnerstag ist der Theatersport Tübingen mit einer Improshow am Start, am Freitag die AC/DC-Tribute-Band „Big Balls“ und am Samstag die Rolling-Stones-Tribute-Band „But Stones“, alle ab 20 Uhr. Den Abschluss macht „Graceland“ am Sonntag ab 18 Uhr mit einer Mischung von Simon & Garfunkel-Songs und Streichinstrumenten.

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