Angebot für Krebskranke
: Raus aus Ohnmacht und Erstarrung

Eine neue Kursreihe im Kreis Calw richtet sich an Menschen, bei denen Krebs diagnostiziert wurde. Sie können ihre Gefühle und mehr bei der Kunsttherapie ausdrücken.
Von
Roland Stöß
Oberndorf
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Peter Böltz, Theresa Teufel-Neff und Cathrin Spandl (von links) präsentieren das neue Kursangebot für Menschen mit der Diagnose Krebs.

Roland Stöß

Am 21. April beginnt eine vier Abend umfassende Kursreihe mit dem Namen „Kunsttherapie für Krebserkrankte“. Was sich dahinter verbirgt und wer an diesem kostenfreien Kurs in einer geschlossenen Gruppe teilnehmen kann, darüber berichteten die Kunsttherapeutin Theresa Teufel-Neff und Cathrin Spandl vom Diakonieverband Nördlicher Schwarzwald. Die Teilnahme steht exklusiv für krebskranke Menschen aus dem Landkreis offen.

Beratung für Menschen mit der Diagnose Krebs

Cathrin Spandl berät beim Diakonieverband im Landkreis Menschen, die mit der Diagnose Krebs konfrontiert sind. Dabei versteht sich Spandl als Lotsin und Begleiterin für krebskranke Menschen und deren Angehörige. Ihr Motto „Die medizinische Versorgung ist gut. Aber die Betroffenen müssen auch innerlich hinterherkommen.“ Spandl und Peter Böltz, Leiter der Calwer Bezirksstelle, sind stets auf der Suche nach neuen Angeboten, die als wertvolle Erweiterung der eigentlichen Beratung verstanden werden können, wo jeder „seine Geschwindigkeit leben darf“, so Böltz. Ein Beispiel ist etwa die Kursreihe „Yoga bei Krebs“.

Kunsttherapeutin für den kreativen Ausdruck

Nun hat man mit der in Eutingen-Weitingen lebenden Theresa Teufel-Neff eine diplomierte Kunsttherapeutin gewinnen können, die den Betroffenen die Möglichkeit bietet, „einen eigenen kreativen Ausdruck zu finden“, so die Künstlerin. Sie kann auf mehrjährige Erfahrung als Kunsttherapeutin in der Uni-Klinik Tübingen und beim Förderverein für krebskranke Kinder e.V. verweisen.

Teufel-Neff und Cathrin Spandl möchten zunächst einmal den kranken Menschen die Angst nehmen. „Viele haben Hemmungen. Sie denken, man erwartet etwas von ihnen.“ Dabei sei es gerade nicht so. „Es geht nicht darum, schöne Bilder zu malen, sondern sich zu finden. Eventuell aus der Ohnmacht und Erstarrung herauszutreten. Und sich auszudrücken. Nicht mit Worten, sondern in der Form, wonach einem gerade ist.“ Auch wird nicht nur gemalt. Man kann sich selbst mit dem Material beschäftigen, „was einem gut tut“. So kann man mit weicher Kreide hantieren oder den Ton kneten. Wichtig sei, „ins Tun zu kommen“.

Diese erste Kursreihe findet im Atelier der Künstlerin in der Dorfstraße 3 in Eutingen-Weitingen statt. Der Kurs wird über Projektmittel des Diakonischen Werks Württemberg finanziert und kann somit kostenfrei angeboten werden. Ab sofort können sich Interessierte aus dem Landkreis Calw erkundigen und anmelden über https://eveeno.com/269512855 oder per Mail an post@diakonie-nsw.de, außerdem über einen QR-Code auf der Homepage Diakonieverband Nördlicher Schwarzwald.

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