Altensteig (Württ.)
: Projekt ist bundesweit noch einzigartig

"Schnäppchenhaus"-Inhaber Elke und Ingo Schwarz haben als erste das IEC-Projekt der Arbeitsagentur absolviert
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Schwarzwälder-Bote
Oberndorf
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Von Matthias Buchner Altensteig. Das IEC-Projekt der Arbeitsagentur Nagold ist einzigartig in ganz Deutschland, und sie sind seine ersten Absolventen: Elke und Ingo Schwarz haben in Altensteig ein "Schnäppchenhaus" eröffnet.IEC steht für "Individuelles Existenzgründer-Coaching" und ist ein Pilotprojekt der Arbeitsagentur, das es zurzeit bundesweit nur im Kreis Calw gibt, erklärt Alexander Gareau. Für die Qualifizierung der angehenden Unternehmer habe man die Stuttgarter Steinbeis Beratungszentren GmbH und das Centrum für Kompetenzbilanzierung Süd (CeKom) aus Schömberg ins Boot geholt. Während Ernst Werner von CeKom sich um die Schulung von Elke und Ingo Schwarz kümmerte, übernahm Markus Riehl von den Steinbeis Beratungszentren die Planung der geschäftlichen Seite: "Wir haben beispielsweise die Standzeiten einzelner Artikel überprüft, denn in dieser Branche ist ein hoher Durchlauf sehr wichtig." Den würden Elke und Ingo Schwarz unter anderem gewährleisten, indem sie ihre Artikel regelmäßig auch auf Flohmärkten anbieten.

Das Ehepaar betreibt sein Second-Hand-Geschäft bereits seit 2008 in Altensteig. Am alten Standort ist der Platz aber so knapp geworden, dass an eine wirksame Präsentation der Waren nicht mehr zu denken war. Also entschieden sich die beiden, neue Räume in der Karlstraße – im ehemaligen Fotogeschäft Klumpp – zu beziehen. Dort stehen nun 200 Quadratmeter für die Gebrauchtwaren zur Verfügung. Möbel, die der gelernte Schreiner Ingo Schwarz liebevoll aufpoliert hat, warten ebenso auf Käufer wie Elektrogeräte, Bekleidung, Bücher, Küchenutensilien, Spielzeug und dergleichen mehr.

Altensteigs Bürgermeister Gerhard Feeß ist durchaus angetan vom Konzept des "Schnäppchenhauses": Zum einen, weil angesichts der sozialen Entwicklung eindeutig Bedarf für solche Angebote bestehe. "Außerdem besteht das Sortiment aus Dingen, die in unserer Wegwerfgesellschaft auf dem Müll landen würden", so der Bürgermeister, "und durch die Weiterverwertung sind die für die Herstellung verbrauchten Ressourcen besser genützt". Er fügt hinzu: "Und natürlich freuen wir uns über jedes Schaufenster in der Stadt, hinter dem Leben herrscht."

Neben dem Gebrauchtwaren- und Restpostenhandel übernimmt das Ehepaar auch eine ganze Reihe von Dienstleistungen. In Ingo Schwarz’ Zuständigkeit fallen Arbeiten rund ums Haus, Umzugshilfen, Möbelaufbauten, Entrümpelungen und Holzreparaturen, während Elke Schwarz als ausgebildete hauswirtschaftlich-technische Helferin Bügel-, Näh-, Flick- und Reinigungsarbeiten übernimmt.

Weil die beiden vor ihrer Existenzgründung arbeitslos waren, wissen sie wie es ist, wenn man mit wenig auskommen muss. Nicht zuletzt deswegen haben sie sich auf die Fahne geschrieben, Familien mit geringem Einkommen die Möglichkeit geben zu wollen, ihr Heim gemütlich und preiswert einrichten zu können.

Weitere Informationen: im "Schnäppchenhaus" unter Telefon 0151/ 25 34 33 13

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