2026 in Schömberg: Aus „Schwarzwaldhütte“ soll ein Café werden

Ann-Katrin Brandl möchte in dem Gartenhaus ihrer Eltern ein Café eröffnen.
Mareike HolzäpfelNoch vor der Sommerpause beriet der Gemeinderat über ein Bauprojekt: Aus einer Gartenhütte in der Brunnenstraße, dort wo der Wanderweg vorbeiführt, soll ein Café werden.
Tino Beyer (MUZ) fand die Idee gut. Das Ganze sei eine Bereicherung für den Ort. Auch von anderen im Gremium kam Lob.
Perfekter Ort
Der Kopf hinter dem Café Doch um was für ein Café handelt es sich? Und wer will das betreiben?
Hinter dem Projekt steckt Ann-Kathrin Brandl. Sie wohnt in Calw, ist aber in Schömberg aufgewachsen und kennt dort noch viele Leute. In den vergangenen Jahren hat sie im Café Monbachtal gearbeitet. „Die Idee, ein eigenes Café zu eröffnen, habe ich bereits seit zehn Jahren“, sagt sie.
Über die vergangenen eineinhalb Jahre sei die Idee konkreter geworden. Denn im Garten ihrer Eltern stehe eine „Schwarzwaldhütte“. Die befinde sich direkt am Wanderweg Richtung Skihang und Kapfenhardt. Brandl sieht hier den perfekten Ort, um ihren Traum vom eigenen Café zu verwirklichen. Denn in den Sommermonaten gibt es hier viel Laufkundschaft, so ihre Einschätzung.
Hohe rechtliche Anforderungen
Marktlücke schließen Und Brandl hat neben dem Traum auch ein Konzept. In Schömberg gebe es schon viele traditionelle Cafés, analysiert sie. Aber sie hat eine Marktlücke identifiziert: Angebote für Menschen mit Nahrungsunverträglichkeiten.
„Diese Lücke will ich schließen“, sagt Brandl. Sie will belgische Waffeln in unterschiedlichen Varianten anbieten: süß, herzhaft, mit Eis, ohne Eis. Der Clou: Die Speisen soll es auch glutenfrei, vegan und laktosefrei geben. Waffeln böten sich hier an. Allerdings müsse sie schauen, was umsetzbar sei. Gerade bei der Zubereitung glutenfreier Speisen gebe es hohe rechtliche Anforderungen.
Sie selbst habe keine Unverträglichkeiten, so Brandl, aber Menschen in ihrem Umfeld. Deshalb wisse sie, wie schwierig es für diese sei, auf den gängigen Speisekarten etwas Passendes zu finden. „Ich will einen Platz anbieten, wo diese Menschen mal dazugehören“, sagt sie. Insgesamt sei ihr wichtig, auf regionale Produkte zu setzen.
Für den Kaffee möchte Brandl eine Siebträgermaschine kaufen und verschiedene Variationen anbieten. Eine Erweiterung der Speisekarte um Vesper, Salate und Bowls sei ebenfalls möglich. Wichtig ist ihr, dass das Café ein Ort ist, bei dem die Menschen „wirklich in der Natur sitzen“.
Im Sommer und am Wochenende geöffnet Dafür muss sie die Schwarzwaldhütte aber noch auf Vordermann bringen. Der Eingangsbereich sowie die Toiletten sollen barrierefrei zugänglich sein. Die Küche und die Toiletten muss sie noch renovieren, den Innenbereich herrichten sowie die Terrasse neu gestalten. Sie spricht von „naturverbundenem Charme“.
Maximal 20 Sitzplätze
Auch den umliegenden Garten möchte sie etwas umgestalten. Ihr schwebt unter anderem ein Sandspielbereich für Kinder vor. In den Gemeinderatsunterlagen steht, dass das Café maximal 20 Sitzplätze haben soll.
Mitarbeiter plant sie vorerst nicht ein. „Ich schmeiße den Laden alleine“, sagt sie. Eventuell würden ihre Eltern mithelfen.
Das Café wird nicht das ganze Jahr offen haben. Brandl plant den Betrieb über die warmen Monate von April bis Ende Oktober, immer von Freitag bis Sonntag. Sie habe auch Ideen für die Wintermonate, etwa eine Öffnung im Advent. Das sei aber noch nichts Konkretes.
Eröffnungsdatum steht Konkret hingegen ist Brandls Zeitplan. „Am 5. Juli 2026 möchte ich eröffnen“, sagt sie. Bis dahin will sie alle Bauarbeiten erledig haben. Der Gemeinderat hat ihrem Projekt jedenfalls schon grünes Licht gegeben. Jetzt fehlt nur noch die Zustimmung des Landratsamtes.