Zollernalb Klinikum: Neue lebensrettende Behandlung bei Lungenembolie

Chefarzt Rezo Jorbenadze mit dem Team des Herzkatheterlabors und der Patientin Karin Mühle nach erfolgreichem Eingriff.
ZollernalbklinikumAm Zollernalb Klinikum ist laut Mitteilung erstmals eine mechanische Thrombektomie zur Behandlung einer zentralen Lungenembolie erfolgreich durchgeführt worden. Der innovative Eingriff wurde von Rezo Jorbenadze, Chefarzt der Kardiologie, durchgeführt – für den Zollernalbkreis ein medizinischer Meilenstein.
„Eine zentrale Lungenembolie ist eine akute, lebensbedrohliche Situation, bei der sonst meist eine Lysetherapie eingesetzt wird“, erklärt Jorbenadze. Seit rund drei Jahren steht mit der mechanischen Thrombektomie jedoch ein neues, schonenderes Verfahren zur Verfügung: Dabei wird das Blutgerinnsel minimalinvasiv direkt aus den zentralen Lungenarterien abgesaugt. Der Eingriff erfolgt unter Bildgebung im Herzkatheterlabor und kann Patienten das Leben retten.
Patientin ist erleichtert
Jorbenadze bringe die notwendige Expertise aus seiner Zeit am Klinikum Stuttgart mit – dort habe er das Verfahren bereits regelmäßig angewendet. Nun wurde die Therapie am Zollernalb Klinikum zum ersten Mal erfolgreich eingesetzt. „Die Patientin hat den Eingriff sehr gut überstanden, es gab keinerlei Komplikationen“, berichtet der Chefarzt. Die 73-jährige Karin Mühle aus dem Zollernalbkreis zeigte sich nach dem Eingriff sehr erleichtert und dankbar.
Mit dem Ausbau der kardiologischen Therapiemöglichkeiten um die mechanische Thrombektomie bietet das Zollernalb Klinikum nun ein weiteres hochmodernes Verfahren zur Behandlung lebensbedrohlicher Gefäßverschlüsse an – ergänzend zu den bereits etablierten Eingriffen wie MitraClip, TriClip, TAVI sowie komplexen Koronarinterventionen.