Wünsche zum neuen Jahr: Landrat Pauli: Mit Teamgeist und Verantwortung in ein neues Jahr

Landrat Pauli bei seiner Ansprache: Er rief zu mehr Eigenverantwortung, zukunftsorientiertem Handeln und Besonnenheit in der Region auf.
Steffen MaierLandrat Günther-Martin Pauli beginnt seine Rede mit: „Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, zuversichtlich dürfen wir Zollernälbler nach vorne auf ein Jahr voller Chancen und Baustellen blicken.“ Seit vielen Jahren zeige man im Zollernalbkreis, dass Herausforderungen ideenreich, zukunftsbewusst und vor allem gemeinsam tatkräftig angepackt und gestaltet werden.
„Der überdurchschnittliche generationenübergreifende Zusammenhalt, das mit-menschliche Engagement und unser Teamgeist wirken kraftvoll und halten unseren Zollernalbkreis in Schwung.“
Er stellt fest: „Nicht nur glückliche Ereignisse und Nachrichten haben 2025 bestimmt.“ An der Grenze Europas tobe immer noch ein menschenverachtender Krieg. Die wirtschaftlichen Aussichten in Teilen der heimischen Unternehmen seien mitunter trübe bis düster. Dem demokratischer Rechtsstaat drohe im kaum mehr durchdringbaren bürokratischen Gestrüpp zu ersticken. „Während wir bei auswärtigen Krisen wenig bewirken können, müssen wir uns um hausgemachte, über Jahre herangezüchtete und uns mittlerweile überwuchernde Überregulierungen umso entschlossener kümmern“, fordert er.
Keinem Irrglauben anhängen
Schnellstmöglich müsse in der Gesellschaft mehr Lust auf Mit-Verantwortung geweckt werden. Der Staat und die Politik dürften nicht weiter dem Irrglauben anhängen, den Bürgerinnen und Bürgern sämtliche Lebensrisiken abnehmen zu können. Falsch verstandene, vorauseilende und oft zwangsbeglückende Versorgung sei wie Gift, das Eigenverantwortung, Kreativität und marktwirtschaftliches Denken betäube. Soziale Maßnahmen müsse man auf diejenigen konzentrieren, die sie notwendig brauchen. Nur dann werde man wieder zukunftsfähig. „Leider kommen täglich neue bürokratische Ideen um die Ecke, die zwar schöne Namen tragen. Ob Ehrenamtskarte, Bettensteuer oder Parkraummanagement: Dahinter verbergen sich oftmals kurzsichtige, aber immer neue belastende Verwaltungsaufgaben“, beklagt der Landrat.
Steigende Kosten
Die ressourcenverschlingenden Überregulierungen würden sich besonders drastisch in der Sozial- und Jugendhilfe zeigen: Die rasant steigenden Kosten in diesen Bereichen kämen nur zu einem Bruchteil den hilfsbedürftigen Personen zugute. „Das ärgert uns, weil es unsere tiefste Überzeugung verletzt: Dass wir verantwortungsbewusst mit den uns anvertrauten Steuergeldern umzugehen haben.“ Er führt aus: „Gemeinsam mit dem Kreistag sowie den Städten und Gemeinden steuern wir seit Jahren einen finanzpolitisch achtsamen Kurs.“ Ende 2025 beträgt der Schuldenstand des Zollernalbkreises rund 31 Euro je Kreiseinwohner. Das gebe „Luft“ für notwendige Investitionen in Gesundheit, Bildung und Sicherheit und damit für die beherzte, zukunftsorientierte Weiterentwicklung in der Region.
Bildungskonferenz im Kreis
Eindringlich habe Neurowissenschaftler und Psychiater Manfred Spitzer im Mai bei einer Bildungskonferenz im Kreis auf die Gefahren hingewiesen, die die übertriebene Nutzung von Smartphone und anderen Geräten auf die Bildung und die Gesundheit unreifer Nutzer entfalten können. „Für diese Risiken wollen wir in unserer zunehmend digitalisierten Welt noch stärker sensibilisieren.“ Digitale Chancen – Bürgerservice, mehr Transparenz, flotteres Verwaltungshandeln – wolle er als Landkreisverwaltung zielorientiert stärken.
Zeiten bleiben herausfordernd
„Die Zeiten bleiben herausfordernd“, kommt Pauli zum Ende. „Nehmen Sie sich, soweit möglich, in den kommenden Tagen Zeit zum Durchatmen und Entspannen“, rät er. „Wir wünschen einen hoffnungsvollen, gesunden und glücklichen Start ins Jahr 2026!“