Willkommen, Mai!: Das sind die Maibäume rund um Balingen

Maibaum in Heselwangen
Helga Jetter Es ist ein vertrautes Bild, das sich am Vorabend des Maifeiertags in vielen Gemeinden des Landkreises bot: Unter den Kommandos der Richtmeister und dem Beifall der Zuschauer wuchsen die Maibäume in den blauen Abendhimmel. Ob in Truchtelfingen, Lautlingen oder hoch oben in Hossingen: Das Aufstellen der Bäume bleibt ein Fest für die gesamte Dorfgemeinschaft.
Tradition im Fokus
In Orten wie Erzingen, Endingen, Rosenfeld und Geislingen (siehe Fotos) zeigte sich einmal mehr, dass das Maibaumstellen weit mehr ist als nur das Aufstellen einer geschmückten Tanne. Es ist ein Symbol für den Zusammenhalt. Vielerorts wurde der Baum noch ganz traditionell mit sogenannten „Schwalben“ (langen Stangen) und purer Muskelkraft in die Senkrechte gehievt, begleitet von Kapellen und anschließenden Festen in den Ortskernen. Laut Polizei waren diese Brauchtumsveranstaltungen im gesamten Zuständigkeitsbereich überwiegend gut besucht. Während die Polizei in Reutlingen Parks räumen musste oder in Dettingen ein Maibaum professionell – aber illegal – mit einem Bagger in einen Gullischacht versenkt wurde, blieb es im Zollernalbkreis vergleichsweise ruhig. Größere Auseinandersetzungen oder schwerwiegende Schäden waren im Kreisgebiet nicht zu verzeichnen.
Vorfall in Albstadt
Ganz ohne Zwischenfälle verlief die Nacht jedoch auch hier nicht. In der Nacht zum Mittwoch kam es in der Ebingertalstraße in Albstadt zu einem unschönen Vorfall: Unbekannte beschädigten gegen 00.45 Uhr mit Feuerwerkskörpern die Glaseinfassung einer Haustüre sowie einen Briefkasten. Das Polizeirevier Albstadt hat hierzu die Ermittlungen aufgenommen; die genaue Schadenshöhe ist noch unklar.
Abgesehen von diesen vereinzelten „Maischerzen“, die die Grenze zur Sachbeschädigung überschritten, dominierten jedoch die friedlichen Feiern. Die neuen Maibäume werden nun den Monat über als sichtbare Zeichen der Tradition über den Dächern des Zollernalbkreises thronen.