Balinger Wetter
: Der Oktober war ganz und gar nicht golden - die Wetter-Analyse

Der Monat war zu dunkel und auch nasser als üblich. Außerdem hat der Wind ganz schön gepustet. Den ersten Frost hat es auch schon gegeben.
Von
Karl-Heinz Jetter
Oberndorf
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Die Bäume in der Balinger City haben im Oktober ihr Herbstkleid angelegt.

Silke Thiercy

Der Oktober startete verbreitet mit frischen Temperaturen. Am Monatszweiten wurde der erste Frosttag nach dem Sommer registriert. Zwar waren es nur -0,2 Grad Lufttemperatur (zwei Meter über dem Boden gemessen), doch wenn die Temperatur, und wenn auch nur für einen kurzen Moment, unter Null-Grad sinkt, wird dieser Tag als ein Frosttag gezählt.

Der 2. Oktober war der kälteste Tag – nur zwei Tage später, am 4. Oktober, da war nochmals T-Shirt-Wetter mit plus 18,6 Grad Celsius. Der 4. Oktober war dann auch der wärmste Tag im diesjährigen Oktober.

Mit dem 4. Oktober änderte sich auch das Wetter. Es kamen Wind und Regen auf und die Sonne ließ sich ab da nur noch wenige Stunden blicken.

Das Wetter schwingt erneut um

Im zweiten Monatsdrittel fielen nur ein paar Tropfen Regen. Besonders sonnig war es aber auch nicht, und die Temperaturen machten bei Tag und Nacht nur kleine Ausschläge und bewegten sich bei den Tageshöchsttemperaturen durchweg unter 20 Grad Celsius.

Einen erneuten Wetterumschwung gab es mit Beginn des letzten Monatsdrittels. „Tiefdruck“ übernahm die Regie und dies nicht zu knapp. Tief „Irawan“ machte den Auftakt, Sturmtief „Joshua“ folgte und brachte stürmischen Wind und kräftige Regenschauer. Betrachtet man die gefallenen Regenmengen über den Monat hinweg, so regnete es im ersten Monatsdrittel 15,7 Liter pro Quadratmeter, im zweiten nur 0,9 Liter pro Quadratmeter, aber im dritten regnete, schüttete es insgesamt 60,3 Liter. Jeden Tag regnete es vom 19. bis zum 29. Oktober und dazu blies ein böiger Wind, der sich bis auf eine Spitze (auf Bronnhaupten registriert) mit 92,8 Stundenkilometern steigerte.

Es war ganz schön stürmisch

Diese Windgeschwindigkeit wird ab 89 Stundenkilometern auf der Beaufortskala der Windstärke 10 zugeordnet und als „Schwerer Sturm“ bezeichnet. Übrigens: auf dem Feldberg wurden an diesem Tag 157 Stundenkilometer als höchste Windgeschwindigkeit gemessen. Ab 118 Stundenkilometern wird ein Wind als „Orkan“ bezeichnet.

Das gräuliche Wetter hörte kurz vor dem Monatsende auf. Die Sonne ließ sich nun wieder blicken, und das Sonnenlicht erleuchtete die Herbstfarben des welkenden Laubes in aller Pracht.

Die Monatsdurchschnittstemperatur des Oktober 2025 betrug plus 9,5 Grad Celsius. Vergangenes Jahr war es plus 11,4 Grad warm.

Nebel gab es an vier Tagen

Frost gab es in diesem Oktober nur an einem Tag. Am Erdboden (5 Zentimeter darüber) ging die Temperatur ebenfalls auch nur an einem Tag unter Null. Regentage, mit einem oder mehr als einem Liter pro Quadratmeter, wurden heuer elf gezählt, und in der Summe kamen 76,9 Liter Niederschlag zusammen.

Geschneit hat es auf Stationshöhe im diesjährigen Oktober noch nicht. Nebel, mit Sichtweite mit weniger als einem Kilometer gab es auf Stationshöhe an vier Tagen, doch der Wind frischte an 12 Tagen bis auf Windstärke 6 (39 und mehr Stundenkilometer) auf. Die Sonne schien an der Beobachtungsstation 124,8 Stunden - vergangenes Jahr waren es 118,0 Stunden, und seit 1991 bis einschließlich 2020 schien die Sonne bei uns im Oktober durchschnittlich 127,9 Stunden.

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