VdK in Salmendingen: Referent spricht über Krankheiten an den Augen

Eddi Hirlinger referiert auf Einladung des VdK Salmendingen-Melchingen-Ringingen über Augenkrankheiten.
privat„Sehbehindert oder Blind, was nun?“ – unter diesem Titel stand der Vortrag von Eddi Hirlinger, Mitglied im Verein „Blinden-und Sehbehindertenverband Württemberg“. Der Referent ist auch in der Vorstandschaft der Bezirksgruppe Neckar -Alb-Sigmaringen tätig.
Der Melchinger referierte zum Thema „Retinitis Pigmentosa“, eine erbliche Netzhauterkrankung die zu einem fortschreitenden Verlust der Sehkraft führt. Die Krankheit ist durch den Abbau der Lichtsinneszellen (Stäbchen und Zapfen) in der Netzhaut gekennzeichnet, was zu Nachtblindheit, Gesichtsfeldausfällen und schließlich zu einer starken Sehbehinderung oder Erblinden führen kann.
Hirlinger fast komplett blind geworden
Hirlinger ist selbst von dieser Krankheit betroffen und schilderte den Anwesenden den Verlauf seiner Krankheit. Es begann im Kindesalter mit Nachtblindheit, in der Jugendzeit kämpfte er mit zunehmender Einschränkung des Gesichtsfeldes, im Erwachsenenalter mit dem Ausfall von Farben und nachlassender Sehschärfe.
Später konnte er nur noch Kontraste sehen- Hell-Dunkel und in der Zwischenzeit ist Hirlinger fast gänzlich erblindet.
Bericht über persönliche Empfindungen
Interessiert lauschten die Besucher wie es sich im Straßenverkehr anfühlt wenn man ohne Blindenampel die Straße überqueren muss und man nicht sieht, ob das Auto anhält. Hirlinger scheute sich auch nicht, von seinen persönlichen Empfindungen im Umgang mit den ständig wechselnden Einschränkungen zu erzählen.
Es gibt verschieden Hilfsmittel, etwa Lesehilfen, sprechende Uhren oder Haushaltsgeräte und Mobilitätstraining mit dem Blindenstock. Die Bezirksgruppe Neckar-Alb-Sigmaringen steht den Erkrankten mit Rat und Tat zur Seite.
Tipp: Den Humor nicht verlieren
Eine Augenkrankheit, wie Diabetische Retinopathie, altersbedingte Makula-Degeneration, Glaukom und Netzhautablösung, könne jeden Treffen.
Sein Fazit: Man müsse die Krankheit akzeptieren, die Hilfsmittel annehmen und vor allem Mut und Humor verlieren.