Tour de Burladingen
: In jedem Nest war`s nett

Das Wort Nest – es steht für wohlige Wärme, Heimatgefühl, Zusammenrücken und sich wohlfühlen. So wie viele Radler am vergangenen Wochenende bei der Tour de Burladingen. An zehn Stationen, verteilt auf alle Ortsteile, wurde ihnen was geboten.
Von
Erika Rapthel-Kieser
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Fallback Image SB

Schwarzwälder Bote

„Ach was“, winkt einer der sportliche gekleideten Biker ab, der mit seiner Frau unterwegs ist. Beide haben sich von den Wetternews und dem vorhergesagten Regen nicht ins Bockshorn jagen lassen und rollen munter aus Richtung Hausen kommend auf die Burladinger Innenstadt zu, um sich den ersten Stempel abzuholen. „Dann stellt man sich irgendwo unter, oder kehrt wo ein und danach geht es eben weiter“, sagen sie schulterzuckend mit dem Blick zum Himmel.

Die Fehlastadt zeigt sich von ihrer besten Seite

Und tatsächlich, zum Einkehren und sich verwöhnen lassen gab es über die ganze Fehlastadt verteilt reichlich Gelegenheit. Da zeigte sich Burladingen – wie immer wenn die Tour de Burladingen ausgerufen wird und die Radler aus allen Himmelsrichtungen kommen, von seiner besten Seite.

Schöne Landschaft – unterschiedliche Strecken

Nicht nur der wunderschönen Landschaft wegen, durch die die zahlreichen, gut ausgebauten Burladinger Radwege führen. Da geht es mal entlang der Fehla oder auch entlang der Lauchert. Vorbei an reifendem Getreide mit bunten Mohnblüten und vor herrlichen Wäldern.

Da gibt es Sehenwürdigkeiten wie die Walzmühle, die unter Denkmalschutz steht, da geht es vorbei an alten Ritterburgen und entlang lauschiger Bachläufe.

Alle diese Radwege sind miteinander vernetzt, erlauben größere oder kleinere Touren, schwerere oder leichtere, da findet sich für die Cracks der Burladinger E-Bike-Gruppe des TSV ebenso eine gute anspruchsvolle Strecke, wie für die Mutter mit drei Kindern ein leichter Weg ohne Steigungen.

Und in jedem Nest war’s nett. Denn Stadtverwaltung und Vereine hatten die zehn Stempelstationen und Einkehrmöglichkeiten gut verteilt. Bei Feuerwehren oder Gemeindeteams, so wie in Gauselfingen, bei den Gleitschirmfliegern, den Modellflugbauern oder bei der Jugendmusikschule Burladingen.

Da gab es jeweils Bewirtung und Bespaßung, oft auch mit Musik zu reichlich Herzhaftem oder Süßem, mit Bierchen, Radler-Halben oder Säften und Limonaden. Viele der Radler zog es nach Ringingen zur Markthockete, die zeitweise aus allen Nähten platzte. Und an jeder Station konnten sich die aktiven Sonntagssportler einen Stempel abholen. Wer mindestens drei solcher Stempel hat, nimmt an der Verlosung der rund 31 ausgeschriebenen Preise teil.

Mit drei Stempeln ist der Radler dabei

„Ich habe jetzt schon fünf“, freut sich Melchingens Ortsvorsteher Horst Lamparth, als er an der Walzmühle „abgestempelt“ wird. Und natürlich vergisst er nicht, den anderen Radlern zuzurufen, dass sie ja über Melchingen fahren sollen um dort auf den Weiherwiesen beim Sportheim einzukehren. Der Rathauschef will ja auch seinen eigenen Sportverein unterstützen.

Die Abgabe der Stempelkarten war zum Schluss an jeder Station möglich. Nachzügler können ihr Kärtchen aber auch noch bis zum Freitag, 5. Juli, auf dem Rathaus oder den Ortsverwaltungen abgeben.

ZAK News
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Zollernalbkreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.