Sperrung der B 32: Bauarbeiten für schnelles Internet bei Hausen und Starzeln

Die B32 bei Burladingen-Hausen ist derzeit gesperrt.
KauffmannUnd plötzlich war die Baustelle da: Entlang der Bundesstraße 32 wird das schnelle Internet ausgebaut. Bagger graben und Bauarbeiter sind am Werk.
Die wichtige Ost-West-Verbindung ist daher seit Montag überraschend gesperrt. Die Arbeiten finden aus heiterem Himmel statt: Das Landratsamt klärt auf, dass das Unternehmen Netze BW den Breitbandausbau an dieser Stelle vorantreibt. Das ist so weit nichts Außergewöhnliches.
Allerdings habe das Verkehrsamt des Landkreises die „verkehrsrechtliche Anordnung recht kurzfristig Ende vergangener Woche erlassen“ – mit der Anordnung wird unter anderem festgelegt, welcher Bereich gesperrt ist.
Arbeiten vorverlegt
Wie Martin Paulus vom Burladinger Ordnungsamt auf Anfrage berichtet, sei die Baumaßnahme ursprünglich gar nicht für August geplant gewesen. Eigentlich sollte das ultraschnelle Glasfaser-Internet, das nun den Verkehr verlangsamt, erst im September ausgebaut werden.
Allerdings hatte die SWEG dabei Bedenken angemeldet: Aufgrund der zu erwartenden Umleitungen waren demnach Verspätungen der Busse zu befürchten. Deshalb, so erklärt Paulus, sollen die Arbeiten schon in den Sommerferien stattfinden.
Bauarbeiten in den Ferien
Die Netze BW macht ganz offensichtlich mächtig Druck beim Ausbau des schnellen Internets und hat die Bauarbeiten in kürzester Zeit in Gang gesetzt. Diese sollen bis 12. September dauern – dies ist der letzte reguläre Tag der Sommerferien. In der Woche darauf, ab Montag, 15. September, dürfen die Busse die Schüler dann wie gehabt pünktlich ans Ziel bringen.
Nicht ganz pünktlich ist bis dahin der Verkehr unterwegs. In der Fahrtrichtung von Hechingen nach Burladingen wird die Fahrbahn einspurig. Die Autos und Lastwagen fahren an der Baustelle vorbei und bleiben auf der B 32.
Irritierende Schilder
Herausfordernder könnte für manch einen die Gegenrichtung werden. Insbesondere, weil diese allem Anschein auf engen Straßen erst durch Hausen, dann durch Starzeln führt. Die Umleitungsstrecke ist augenscheinlich nicht allzu deutlich ausgeschildert.
So befand sich an der Kreuzung An der Starzel/Keltenstraße/Oberdorfstraße am Dienstagvormittag kein Schild, das nicht ortskundigen Autofahrern den Weg gewiesen hätte. Manche Autos bremsen augenscheinlich spontan ab, um sich fragend umzusehen.
Darüber hinaus wirkten Absperrungen mit Durchfahrt-Verboten-Schildern an zwei Stellen (Bruckstraße und Neue Straße) irritierend: Warum heißt es, dass hier die Umleitung entlang führt, wenn die Durchfahrt verboten ist?

Auf der angeblichen Umleitungsstrecke (hier die Brühlstraße) kann ein Durchfahrt-Verboten-Schild für Irritationen sorgen.
Foto: KauffmannPaulus klärt auf: „Es gibt keine Umleitung durch Starzeln.“ Die Schilder sind für Anwohner gedacht, die sowieso in Hausen oder Starzeln wohnhaft sind, aber eben nicht für alle anderen. Nun soll die irreführende Beschilderung nach Gesprächen mit dem Landratsamt optimiert werden.
Die eigentlich vorgesehene Umleitung führe nämlich über Ringingen und Killer. Die Frage wird sein: Wenn die Autofahrer auf die kürzere Umleitung über Hausen und Starzeln aufmerksam gemacht worden sind, werden sie den Umweg über Ringingen nehmen?