Seifert Import-Export schließt
: Von Balingen in Deutschlands Bau- und Gartenmärkte

Nach 25 Jahren schließt Ingrid Seifert ihr Balinger Importgeschäft für Garten- und Metallwaren und öffnet am 29. November letztmalig ihr Lager für einen Räumungsverkauf.
Von
Beate Marschal
Oberndorf
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Rosenbögen, Rankhilfen, Tore – schönes für den Garten – damit belieferte Ingrid Seifert in den vergangenen 25 Jahren vor allem Garten- und Baumärkte von Balingen aus.

Marschal

Die Kleinabnehmer waren nicht ihre größten Kunden, doch bei den jährlichen Lagerverkäufen ging es in ihrem Geschäft in der Heselwanger Straße in Balingen hoch her. Zum Jahresende schließt Ingrid Seifer nach 25 Jahren ihr Importgeschäft für Metallwaren und Gartenbedarf. Am Samstag 29. November, wird sie ihr Lager ein letztes Mal von 9 bis 16 Uhr öffnen. Das Ende kommt altershalber – Seifert ist 74 Jahre alt. Beim letzten Lagerverkauf werden Restbestände angeboten, darunter auch viele weihnachtliche Dekorationsartikel.

Der Garte im Allgemeinen und Deko für Draußen im Speziellen waren schon immer Seiferts Leidenschaft. Zunächst vertrieb sie einige Jahre lang Skulpturen aus Sandstein, vor 25 Jahren stieg sie auf Metallwaren wie Rosenbögen, Rankhilfen, Pavillons, Kleinmöbel aus Metall und andere dekorative Artikel für den Garten um – ihre Geschäftskunden waren meist dieselben. Von Balingen aus belieferte „Seifert Import-Export“ meist Garten- und Baumärkte in der DACH-Region.

Schaugarten als Hingucker

Angefangen hat alles bei Messen und ihr Geschäft wuchs an. „Aus kleinen Gartenfiguren wurden große Gartenfiguren, dann kamen irgendwann Brunnen dazu“, erklärt Seifert. Der Warenbestand wurde immer größer und die Lagerfläche musste erweitern werden. In ihrem Firmensitz in der Heselwanger Straße lagerte oft Gartenware bis unters Dach, besondere Hingucker wurden im Schaugarten ausgestellt.

Messen auf der ganzen Welt

Die Ware suchte sie in ganz Deutschland und oft auch im Ausland zusammen. Besonders gerne mochte sie die Messebesuche – bestehende Geschäftsbeziehungen pflegen und neue Kontakte knüpfen. Ihre Arbeit führte Seifert beispielsweise nach Hongkong, Indien und China. „Ohne Englisch, wohl gemerkt“, sagt sie. Verständigt habe man sich mit Händen und Füßen und am Ende sei dennoch ein Container mit der gewünschten Ware in Balingen angekommen. Wenn sich diese angekündigt hatten, hielt sich die gesamte Familie bereit und half beim Ausladen und Verräumen der Ware. „Oft auch spontan, denn nicht immer konnte man das zeitlich timen“, bemerkt Seiferts Tochter Manuela Holderied. Neben ihrer Familie wird Seifert von ihrem langjährigen Mitarbeiter Heinz Werner unterstützt.

Die 74-Jährige ist froh, kürzer treten zu können, doch die Geschäftsbeziehungen und Kontakte wird sie vermissen. Das Haus ist schon verkauft, eine Kirchengemeinde wird einziehen.

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