Schömberger Notfallplan
: Hilfe findet man in den Feuerwehrgerätehäusern

Schömberg ist auf verschiedene Katastrophenszenarien – selbst auf unwahrscheinliche – vorbereitet. Hier finden Bürger Hilfe.
Von
Beate Marschal
Oberndorf
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Das Schömberger Feuerwehrhaus verfügt über ein Notstromaggregat.

Marschal/Archiv

Anfang April war der Stadtteil Schörzingen wegen eines Schadens am Hochbehälter einen Tag lang von der Wasserversorgung abgeschnitten. Die Stadt Schömberg hat schnell reagiert und umgehend durch die Freiwillige Feuerwehr eine Notwasserentnahmestelle eingerichtet.

Bürger konnten dort bei Bedarf Wasser holen – allerdings kein Trinkwasser. Im Nachgang habe die Stadtverwaltung Fragen dazu erreicht, wo die Bevölkerung in einer Krisensituation vor Ort Informationen und Hilfe finden kann.

Die Stadt Schömberg verfügt für Fälle wie diesen über eine Notfallplanung. In dieser ist laut Bürgermeister Karl-Josef Sprenger geregelt, wie die Verwaltung in einer extremen Krisensituation ihre Arbeits- und Kommunikationsfähigkeit aufrechterhält.

Vorbereitet auf Hochwasser und Reaktorkatastrophen

„Dies beinhaltet beispielsweise einen Schichtbetrieb von 6 bis 22 Uhr. Das aktive Bekämpfen von Krisensituationen fällt in die Zuständigkeit der unteren Katastrophenschutzbehörde, das ist in unserem Fall das Landratsamt Zollernalbkreis“, heißt es aus dem Rathaus. Die Einsatzpläne der Feuerwehr sehen zudem vor, dass in ausgewöhnlichen Krisensituationen das Feuerwehrgerätehaus grundsätzlich besetzt ist.

Verschiedene Krisensituationen

Krisensituationen, die den Notfallplan auslösen, können unterschiedlich ausfallen, auch wenn sie Sprengers Einschätzung nach teilweise sehr unwahrscheinlich sind. Vorbereitet ist man beispielsweise auf extreme Hochwasser, Chemieunfälle, Unfälle in nahe gelegenen Atomkraftwerken, auf das Stadtgebiet übergreifende Waldbrände wie sie gelegentlich in Griechenland oder in Kalifornien auftreten sowie katastrophale Erdbeben.

Bürger können sich jederzeit persönlich, telefonisch oder per E-Mail ans das Rathaus wenden. Falls bei einem Bürger ein Notfall vorliegt und es diesem beispielsweise wegen eines weiträumigen Stromausfalls nicht möglich ist, direkt die Feuerwehr oder den Krankenwagen zu rufen, stehen als Anlaufstellen die Feuerwehrgerätehäuser in Schömberg und Schörzingen zur Verfügung. Diese sind laut Sprenger auch mit Stromaggregaten ausgestattet und können über Funk die erforderliche Hilfe herbeirufen.

Allerdings gelte: „Die Reaktion auf eine Krisensituation muss immer situationsbedingt gelöst werden“, erklärt der Bürgermeister.

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