Neues Lädchen in Weilstetten: Zwei Frauen verwirklichen ihr "Traumstüble"

Einen ganz besonderen Ort zum Einkaufen gibt es seit Freitag in Weilstetten. Das "Traumstüble" hat an der Lindenstraße seine Pforten geöffnet.
Foto: ThiercyBalingen-Weilstetten - Am vergangenen Freitag ging dieser in Erfüllung. Die beiden Frauen konnten den Ansturm der Besucher am Eröffnungstag kaum bewältigen. Und waren selbst überwältigt von der Resonanz auf ihr "Traumstüble" in der Weilstettener Lindenstraße.
Darf es zum leckeren Essig noch ein wenig Honig sein? Etwas Mehl? Ein kunsthandwerkliches Produkt? Oder einen Krimi? Sandra Strobel hatte am Eröffnungstag alle Hände voll zu tun, um gemeinsam mit ihrer Kollegin die ersten Kunden durch die liebevoll gestalteten Räume zu begleiten.
"Man kann hier zehn Mal durchgehen und findet immer wieder etwas Neues", sagt eine Kundin, deren Einkaufskorb sich von Runde zu Runde mehr füllt. Mit Eiern vom Steinefurt Hof. Mit Wurst von der Metzgerei Karle. Mit Kaffee vom Kaffeewerk Zollernalb der Lebenshilfe und mit allerlei Deko und Mitbringseln aus Ton oder Stoff. Das "Traumstüble" bietet ein Angebot für jedermann. Stets regional, mit lokalen Anbietern im Hintergrund oder mit lokalen Kunsthandwerkern. Die Stingelmühle ist an Bord. Oder Katharina Haller. Die Kräuterfrau gehört ebenfalls zum Team der Lieferanten.
Regional und nachhaltig
"Uns ist es wichtig, regional und nachhaltig zu arbeiten", sagt Sandra Strobel. Sie hegte seit vielen Jahren den Wunsch nach einem eigenen, ganz besonderen Geschäft. Darüber sprach sie über den Gartenzaun hinweg mit einer Freundin, die denselben Traum hatte. "Und dann waren es drei Tage, und sie sagte mir: Ich habe einen Laden gefunden."
Und zwar jenen in der Weilstettener Lindenstraße 2. Ursprünglich war dort die Firma Kübler Rollladen untergebracht. Nach vielen Besitzerwechseln – unter anderem ein Lebensmittelgeschäft – zieht nun hier der Traum zweier Familienmütter ein. Ganz einfach war der Weg zum "Traumstüble" nicht für die beiden Frauen. Sie wollten etwas Besonderes schaffen. "Gefühlt", erzählt Strobel, "waren ich und meine Freundin bei jeder Haushaltsauflösung dabei und haben dort zum Beispiel jene Gläser erworben, in denen jetzt für zehn Cents Gummibärchen angeboten werden."
Dreht man diese um, sieht man: Einst dienten diese zum Verkauf von Brühwürfeln. Drei Stück für zehn Pfennige. Auch wenn die bürokratischen Hürden hoch waren – die beiden haben sich durchgebissen. Und tragen nun mit ihrem "Traumstüble" auch zur Nahversorgung in Weilstetten bei.
Aktuell hat das "Traumstüble" freitags ganztags und samstags am Vormittag geöffnet. Je nach dem Interesse der Kunden werden die Öffnungszeiten aber erweitert.