Narren in Schörzingen
: So bunt ist der Umzug am Fasnetsmontag

Wer in Schörzingen auf die Fasnet will, darf kein Morgenmuffel sein. Denn unterm Oberhohenberg startet der Umzug am Rosenmontag schon um kurz nach neun.
Von
Volker Schweizer
Oberndorf
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Gut gelaunt waren die Wollebälle, die riesige Stricknadeln mitführten.

Schweizer

Das frühe Aufstehen hat sich am Fasnetsmedig allemal gelohnt. Denn zu den vielen Schnellnarren und Hexen, den beiden Traditionsfiguren der mehr als 100 Jahre alten Zunft, reihte sich eine Vielzahl von originellen Gruppen in den bunten Lindwurm ein. So muss Dorffasnet sein, in Schörzingen ist sie hausgemacht, da braucht es keine Unterstützung von anderen Narrenvereinen, die von Umzug zu Umzug tingeln.

Die Zuschauer mussten allerdings ein Plätzchen in der Sonne suchen. Dass es um die Uhrzeit noch ziemlich frisch war, juckte die Wollebälle, die riesige Stricknadeln mit sich führten, nicht im Geringsten. Auch nicht die Vagabunden, die von einem Akkordeonspieler angeführt wurden. Während die Hühner vom Wochenberg Luftballons und Süßes verteilten, brachte eine als Bierflaschen verkleidete Gruppe das Narrenblättle unters Volk. Natürlich durften auch die 20er nicht fehlen, sie ließen die Disco-Zeit wiederaufleben. Ihre Jahrgangskollegen aus Dotternhausen, Deilingen und Unterdigisheim waren ebenfalls mit prächtigen Wägen am Start.

Narrenmarsch in Dauerschleife

Angeführt wurde der Zug vom Musikverein, der unaufhörlich den Narrenmarsch spielte, und einem Rössle mit zwei Treibern. Mit viel „Narri – Narro“ grüßten die Räte und Zunftmeister Markus Bregenzer das Volk am höchsten Schörzinger Feiertag.

Weil’s so schön war, findet am Fasnetsdienstag ab 14 Uhr ein weiterer Umzug statt. Anschließend werden in der Hohenberghalle die Gruppen prämiert und die kleinen Mäschgerle beschert. Gegen 18 Uhr geht die Fasnet dann in Flammen auf.

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