Monstupferball in Dotternhausen: Wikinger erobern das Land unterm Plettenberg

Die Show-Teens des Show-und-Tanz-Vereins begeisterten einmal mehr die Besucher des Mondstupferballs.
SchweizerAusgelassene Stimmung herrschte am Samstag in der Dotternhausener Festhalle, wo sich über 300 Feierwütige tummelten und die Nacht zum Tag machten. Der Mondstupferball zieht nach wie vor, auch wenn sich der Abend in der Vergangenheit doch arg gewandelt hat. Die Narrenzunft wirbt mit einem kurzen und knackigen Programm, das nicht mehr so viel Sitzfleisch abverlangt. Und das scheint unter dem Plettenberg gut anzukommen.
Der Ball wurde aber ganz traditionell eröffnet, mit dem Narrenmarsch, den der zahlenmäßig stark besetzte Musikverein unaufhörlich spielte, und den Mondstupfern, die den von Zunftmeisterin Silke Ritter einstudierten Tanz zeigten. Sehr sportlich ging es hinterher zu, als die Turner-Mädchen des Sportvereins unter der Leitung von Michelle Brandt die Bühne eroberten.
Singen und tanzen
Danach war das Publikum an der Reihe, und das ließ sich nicht zweimal bitten. Kaum hatten die Musiker begonnen, den ersten Gassenhauer zu spielen, hielt es das Fasnetsvolk nicht mehr auf den Stühlen. Es wurde lautstark mitgesungen und geklatscht.
Kein Mondstupferball ohne Show und Tanz. Nur gut, dass es in Dotternhausen einen gleichnamigen Verein gibt. Unter dem Motto „Beetlejuice – Der Lottergeist zwischen Leben und Tod“ präsentierten die 18 Show-Teens zusammen mit ihren Leiterinnen Nathalie Albert und Alina Riedlinger eine ausgeklügelte und abwechslungsreiche Choreografie in farbenfrohen Kostümen. Ein Jahr wurde dafür geprobt. Der Einsatz machte sich schon beim Start in die Fasnetsaison bezahlt, denn da sicherte sich die Gruppe beim Showtanzwettbewerb in Geislingen den ersten Platz.

Der Musikverein war ein Garant für eine ausgelassene Stimmung in Dotternhausens guter Stube.
Foto: SchweizerDie Power-Dance-Group zeigte – einen Tag später auch beim Klotzmesserball in Dormettingen – dass der Show-und-Tanz-Verein über ein hervorragendes Quintett verfügt, das ohne Trainer auskommt. Kaum hatte die Gruppe nach einer Zugabe das Parkett verlassen, wurde Dotternhausens gute Stube von den 20ern erobert. Die waren als Wikinger unterwegs und führten nach dem Finale auch eine Polonaise durch den ganzen Saal an.
Damit war der Abend aber noch lange nicht zu Ende. Bis in den frühen Morgen hinein feierte das Narrenvolk weiter. Die Ermüdungserscheinungen hielten sich am Sonntag aber in Grenzen, den die meisten Ballbesucher sah man beim Umzug wieder.