Landschaftspflege in Burladingen
: Einsatz für den Erhalt der heimischen Artenvielfalt

Der Erhalt der Streuobstwiesen war ein Ziel bei den Pflegemaßnahmen der IGNUK.
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(red/pm)
Oberndorf
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Im Einsatz waren die Helfer im Naturschutzgebiet Scharlenbachtal.

Bosch

Bei mehreren Arbeitseinsätzen waren mehr als ein Dutzend IGNUK-Aktive in den vergangenen Wochen im Naturschutzgebiet Scharlenbachtal in Starzeln bei Biotoppflegemaßnahmen im Einsatz.

Neben der Heckenpflege wurden auch wieder einige alte Hochstammobstbäume geschnitten, um ihr Vitalität zu erhalten. Vor allem der starke Mistelbefall bedroht den Obstbaumbestand, dem die IGNUK in anderen Teilbereichen des Naturschutzgebietes mit Erfolg Einhalt geboten hat. Neben dem Erhalt der Streuobstwiese ist ein weiteres Ziel der Pflegemaßnahmen das Zurückdrängen der sich immer weiter in die Fläche ausbreitenden Heckensträucher durch mangelnde Pflege der Beweidungswirtschaft.

Dabei werden wieder bessere Licht- und Bodenverhältnisse geschaffen für Orchideen und Sumpfpflanzen sowie für die sehr stark bedrohte Kreuzotter und andere Reptilien, Schmetterlinge, Heuschrecken und zahlreiche Insektenarten. Strukturreiche Hecken sind vor allem für den Neuntöter, eine Europa weite geschützte Vogelart, die Dorngrasmücke, die Heckenbraunelle und andere in Hecken brütenden Vogelarten wichtig.

Der Erhalt alter Obstbäume ist von besonderer Bedeutung

Auch der Erhalt alter Obstbäume ist für die Artenvielfalt von besonderer Bedeutung, verschiedene bedrohte Vogelarten wie Gartenrotschwanz und Wendehals sowie verschiedene Fledermausarten sind auf Höhlen und totholzbildende Altbäume angewiesen.Deshalb ist der Erhalt von alten Obstbäumen ebenso wichtig wie die Neuanpflanzungen von an den Standort angepassten Obstsorten.

Bisher wurden rund 40 verschiedene alte überwiegend Apfel- und Birnbaumsorten im Naturschutzgebiet Scharlenbachtal nachgewiesen und dokumentiert. Teilweise alte Anpflanzungen, aber auch Neuanpflanzungen, welche die IGNUK dort seit mehreren Jahrzehnten vornimmt.

Nach dem mehrstündigen Arbeitseinsatz ließen sich die Teilnehmer das von der IGNUK bereitgestellte Essen schmecken. Zum Abschluss dankte der IGNUK-Vorsitzende R. Bosch allen Teilnehmern für ihren aktiven Einsatz zum Erhalt unserer heimischen Artenvielfalt.

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