Konzert in Rosenfeld
: Aus der Kirche auf die Reeperbahn

Einen außergewöhnlichen Liederabend hat der Popchor in der Stadtkirche Rosenfeld gestaltet.
Von
Rose Rauch
Oberndorf
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Neue und altbekannte Lieder präsentiert der Popchor in der Rosenfelder Stadtkirche.

/Rose Rauch

Volltönend hat der Popchor die zahlreichen Besucher mit dem Lied „Schenke mir Gott ein hörendes Herz“ begrüßt. Direkt danach durfte die Gemeinde ihre eigenen Stimmbänder testen mit dem Lied „Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen“. So ging es während des rund zweistündigen Liederabends kunterbunt weiter: Einmal begeisterte der vierstimmige Popchor mit neuen wie auch altbekannten Liedern, dann durfte sich, wer wollte, mit der eigenen Stimme einbringen.

Untermalt wurden die Liedbeiträge von Stadtpfarrer Bernd Hofmann, der allerlei Interessantes zu Martin Luther und dessen Leben und Werk den aufmerksamen Zuhörern näher brachte. So berichtete er, dass das allererste Gesangbuch in deutscher Sprache heuer seinen 500. Geburtstag feiern darf. Den Gesang im Gottesdienst übernahm bis 1524 nämlich allein der Priester, der überwiegend lateinische Lieder sang. Luther jedoch hatte erkannt, wie wichtig das Singen geistlicher Lieder für Glauben und Leben war. „So sie’s nicht singen, glauben sie’s nicht“, war einer seiner Aussprüche. Nach seiner Ansicht wolle Gott den Menschen durch das Singen Luft machen für die Botschaft des Evangeliums, nämlich, dass Gottes Liebe bedingungslos sei, so Hofmann.

Fritz Arnold als Solist

Es folgten weitere Liedvorträge des von Fritz Arnold geleiteten und von ihm am Klavier begleiteten Popchors. Aber auch die Gemeinde durfte sich mit Liedern aus dem alten und neuen Gesangbuch von Herzen einbringen. Als besonderes Highlight stellte sich das vom Popchor vorgetragene Lied „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ heraus. Und absolut professionell sang Fritz Arnold mit volltönender Stimme solo das inspirierende „Ose Shalom“, zu Deutsch „Habt Dank“.

„Wenn ich Kummer hab, summ ich ein Lied“

Nach der humorvollen Erklärung durch Pfarrer Hofmann sangen Chor und Gemeinde aus voller Brust zum Abschluss das Lied „Wenn ich Kummer hab, summ ich ein Lied“ nach der allseits bekannten Melodie „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“. Mit vom Singen und Zuhören befreiten Herzen und einem Dankeschön an Fritz Arnold und die Mitglieder des Popchors verabschiedete Pfarrer Hofmann die Besucher in die Nacht.

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