Helfer engagieren sich in Balingen
: Pflegeeinsatz auf dem Irrenberg wieder erfolgreich

Zahlreiche Helfer fanden sich auch in diesem Jahr auf dem Irrenberg zusammen.
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(red/pm)
Oberndorf
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Für den Erhalt dieser besonderen Kulturlandschaft packten viele Helfer mit an.

Paul und Tine Bossenmaier

Tradition und Engagement bei jedem Wetter: Jüngst fand zum 53. Mal die traditionelle Pflege des Irrenbergs statt. Trotz unbeständigem Wetter kamen nahezu 100 freiwillige Helferinnen und Helfer zusammen, um gemeinsam das Mähgut auf der artenreichen Wacholderheide im Naturschutzgebiet Irrenberg zusammenzurechen – und so einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser besonderen Kulturlandschaft zu leisten.

Organisiert wurde der Pflegeeinsatz von Bürgermeister Ermilio Verrengia, der sich über die rege Beteiligung aus allen Teilen der Bürgerschaft freute. Unterstützt wurde der Einsatz wie seit vielen Jahren in treuer Verbundenheit unter anderem vom Schwäbischen Heimatbund, dem Heimatverein „Kohlraisle“ aus Tieringen sowie zahlreichen weiteren engagierten Bürge-rinnen und Bürgern.

Auch prominente Unterstützer waren vor Ort: Oberbürgermeister Dirk Abel, Landrat Günther-Martin Pauli, Bundestagsabgeordneter Thomas Bareiß sowie der ehemalige Irrenberg-Orga-nisator Siegfried Ostertag ließen es sich nicht nehmen, bei der Pflegeaktion mit anzupacken und ihre Wertschätzung für dieses beispielhafte ehrenamtliche Engagement auszudrücken.

Pflege des Irrenbergs in Stadtgesellschaft verwurzelt

„Dass sich trotz des Regens so viele Menschen auf den Weg gemacht haben, zeigt, wie tief die Pflege des Irrenbergs in unserer Stadtgesellschaft verwurzelt ist. Dieses Engagement ist keine Selbstverständlichkeit – aber ein starkes Zeichen für Heimatverbundenheit, Naturschutz und Zusammenhalt“, so Bürgermeister Ermilio Verrengia.

Aktion wurde 1973 ins Leben gerufen

Die Pflege des Irrenbergs ist Teil der bereits 1973 ins Leben gerufenen „Aktion Irrenberg“. Sie dient der Landschaftspflege im sogenannten Amphitheater des Irrenbergs nahe Balingen auf der West-Alb. Alljährlich kommen dort Ende Juli nahezu einhundert ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zusammen, um das gemähte Gras abzuräumen und auf großen Plastikfolien vom Steilhang hinunter auf den Weg im unteren Teil des Schutzgebiets zu transportieren – zum einen echte Knochenarbeit, zum anderen aber auch, gerade für die Kinder, eine riesige Gaudi.

Einsatz von elementarer Bedeutung für die Natur

In jedem Fall ist der Einsatz von elementarer Bedeutung für die Natur: Ohne die Pflege würde die offene Holzwiese zunehmend verbuschen und schließlich zum Wald werden – und damit die traditionelle Vielfalt an seltenen Blütenpflanzen verloren gehen.

Für das leibliche Wohl sorgte in diesem Jahr die Ortschaftsverwaltung Zillhausen mit Unterstützung des Städtischen Bauhofs. Alle Helferinnen und Helfer wurden mit Getränken und einem herzhaften Vesper versorgt – eine willkommene Stärkung nach der körperlich anspruchsvollen Arbeit.

Der Irrenberg bleibt dank dieser freiwilligen Pflegeeinsätze auch weiterhin ein Aushängeschild für den Artenreichtum und die landschaftliche Schönheit unserer Region.

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