GVV Oberes Schlichemtal: Die Sanierung des Verbandsgebäudes wird wohl günstiger

Die Sanierung des GVV-Gebäudes in der Schömberger Schillerstraße beginnt in wenigen Tagen.
Archiv/MarschalAm Mittwoch hat der hausinterne Umzug der Verwaltung begonnen, damit Mitte Oktober mit dem Rückbau begonnen werden kann.
Architekt Rolf Messmer und Verbandsbaumeister Jörg Hirsemann haben in den vergangenen Wochen zahlreiche Gewerke ausgeschrieben. Sage und schreibe 19 Gewerke mit einem Gesamtvolumen von knapp 1,4 Millionen Euro wurden in der Sitzung des Verwaltungsrats des GVV vergeben.
Nach aktuellem Stand wird die Sanierung sogar günstiger als geplant. Im Vorfeld schätzte der Fachplaner, dass für die Arbeiten insgesamt 1,525 Millionen Euro anfallen würden. Unterm Strich wird die Sanierung voraussichtlich rund 134 300 Euro günstiger als geschätzt – rund 8,8 Prozent.
Dacharbeiten werden teurer
Die Gerüstbauarbeiten gehen an die Firma Rupert Linder aus Albstadt zu 15 500 Euro – günstiger als geplant. Die Dachabdichtungsarbeiten werden aufwändiger als geplant und deswegen auch teurer: Für 58 800 Euro erledigt diese die Firma Wolfgang Leute aus Deilingen.
Die Außenputzarbeiten werden an die Firma BB Fassaden GmbH aus Aldingen vergeben zum Preis von 61 600 Euro. Die Fliesenarbeiten verrichtet die Firma Häcker Fliesen und Naturstein für 51 900 Euro, was in etwa der Kostenschätzung entspricht.
Die Kosten für die Fensterarbeiten – 182 600 Euro – liegen unter dem Ansatz. Den Zuschlag erhielt die Firma Fenster Beck aus Ettenheim. Die Tischlerarbeiten liegen unter dem Kostenansatz und werden für 93 800 Euro von der Schreinerei Schwochow aus Stetten am kalten Markt verrichtet.
Schlosserarbeiten teurer
Die Schlosserarbeiten werden deutlich teurer als geplant, weil das Balkongeländer mit Glas gestaltet wird und es in diesem Segment zuletzt große Preissprünge gab. Das günstigste Angebot kam von der Firma Metallbau Moor aus Gosheim mit 54 700 Euro.
Die Arbeiten an den Kellertrennwänden kosten 2300 Euro und werden von der Firma afm Raumkonzepte aus Cleebronn ausgeführt.
Zweimal wird pro Bauabschnitt gereinigt – einmal zwischendurch und einmal am Ende. Die Firma Adragna DL GmbH aus Erlenbach macht die Baustelle sauber für 7250 Euro.
Die Malerarbeiten liegen mit 55 800 Euro im Kostenrahmen. Den Zuschlag erhielt die Firma Schien Malerwerkstätte aus Onstmettingen. Die Bodenbelagsarbeiten verrichtet die Firma Raumstudio Falter aus Fellbach für 30 500 Euro.
Punktlandung
Die Trockenbau- und Innenputzarbeiten werden von der Firma BB Fassaden aus Aldingen erledigt. Ihr Angebot traf die Kostenschätzung fast punktgenau mit 120 600 Euro. Die Abbruch -und Rohbauarbeiten übernimmt die Firma Abbruch Ladner aus Rangendingen für 117 700 Euro. Dieser Preis liegt 19 Prozent über der Kostenschätzung.
Für 132 300 Euro übernimmt die Firma Konzmann TGA Südwest aus Balingen die Heizungsarbeiten – etwas günstiger als geplant. Dieselbe Firma hat auch den Zuschlag für die Sanitärarbeiten erhalten für 122 300 Euro.
Die Erdbohrungsarbeiten wurden zum Preis von 42 600 Euro an die Firma Erdwärme-Bohrungen Christian Koch aus Dotternhausen vergeben. Für 216 600 Euro wird die Firma Huonker Elektrotechnik aus Rosenfeld die Arbeiten an den Niederspannungsanlagen verrichten.
Kontaktlose Bedienung
Die Zutrittskontrolle installiert die AIDA-Ausweis-Informations-Datensysteme GmbH aus Balingen für 9700 Euro. Den Treppenlift liefert die Mössinger Firma Leoba Liftsysteme für 14 800 Euro.
Diskussion gab es noch bezüglich der Armaturen in den öffentlichen Sanitäranlagen. Die Verwaltung wünschte sich eine kontaktlose Bedienung, was das Gewerk um rund 6000 Euro verteuert. Die Mitglieder des Verwaltungsrats stimmten den Vergaben einstimmig zu.
Zum Zeitplan sagte Messmer, dass der erste Bauabschnitt bis Ende April abgeschlossen sein soll, der zweite Ende Oktober kommenden Jahres. In den nächsten Tagen werde er mit allen am Bau beteiligten Firmen in Kontakt treten. Während der Bauarbeiten wird das Gebäude weiterhin für den Publikumsverkehr zugänglich sein, wenn auch mit Einschränkungen.