Fröhliches „Nabada“ in Hörschwag
: Große Wassergaudi trotz Niedrigwasser der Lauchert

Das Nabada lockte auch in diesem Jahr zahlreiche Gäste aus nah und fern zum „Fischerstechen“ der Hörschwager Vereine.
Von
Gert Ungureanu
Oberndorf
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Hier kommt die Fuerwehr

Ungureanu

Das Nabada in Hörschwag kommt – ganz gleich, ob die Lauchert fließt oder nicht. Denn wenn der Bach wie jetzt bei heißem und trockenem Wetter austrocknet, wird das spärliche Rinnsal an der Brücke aufgestaut – und die Fantasiefahrzeuge der Hörschwager Vereine fahren doch. Acht Flöße oder Boote waren es bei der nunmehr achten Auflage des feucht-fröhlichen Gaudis. Wie immer haben Narren-, Sport- und Schützenverein sowie die Feuerwehr eingeladen.

Mit Applaus werden die Boote und Flöße begrüßt

Mit Applaus werden die abenteuerlichen Boote und Flöße von den Besuchern in Empfang genommen, sei es die Jugendfeuerwehr mit ihrer schwimmenden Drehleiter oder die „große“ Feuerwehr mit ihrem wackligen Gefährt, sei es die Märchenprinzessin mit den beiden Froschdamen im Schlepptau oder die „Arche Noah auf der Lauchert“ der Spältes-Gucker, sei es die „Beachparty“ der Mini-Showtanzgruppe oder die schwimmende Braustube „St.-Mauritius-Bräu“ mit den stimmgewaltigen Mönchen vom Männergesangverein Stetten-Hörschwag oder das Bierkisten-Floß der Hörschwager Fußballer.

Manpower ist reichlich da

Klar, dass die abenteuerlichen Gefährte nicht vom Wasser der Lauchert zu Tal getrieben wurden, denn das angestaute Wasser hatte keine Strömung. Aber es gab einen umweltfreundlichen Antrieb: Zwei bis vier Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr stiegen in wasserdichten Wathosen ins Wasser und schoben die Boote und Flöße ins Ziel, wo sie am Ende auf ihre Bewertung warteten. Dass Manpower da war, hatte auch seine Vorteile, denn manche Aufbauten waren ziemlich wacklig, und mit starker Hand wurde ein Umkippen verhindert.

Die Vereine bewirten bestens

Das Lauchert-Nabada mit Fischerstechen hat sich mittlerweile etabliert. Viele Besucher sind gekommen, auch von auswärts, denn es hat sich herumgesprochen, dass es lustig wird und dass die Vereine bestens bewirten.

Musik aus der Dose gibt es, Fisch oder Fleisch, und erfrischende Getränke zur Genüge.

Kleine Quietschentchen in der Lauchert

Das Mittagessen wurde von den großen und kleinen Besuchern gerne angenommen, und danach ging es noch einmal aufs Wasser: Beim „Fischerstechen“ galt es, den Gegner mit einer Stange von seinem Floß zu stoßen. Und die Kinder, für die auch eine Hüpfburg aufgebaut worden war, konnten kleine Quietschentchen in der Lauchert schwimmen lassen.

Erstmals hatten die Veranstalter in diesem Jahr nummerierte „Wahlurnen“ für jedes wassertaugliche Gefährt aufgestellt. Abgestimmt wurde mit rosafarbenen Chips. Dem Sieger winkte der Wanderpokal, sprich, das kleine „Wanderschiff“, das auf der Bühne in der Festhalle bereits wartete, zudem „etwas Leckeres“. Auch die Zweit- und Drittplatzierten gingen nicht leer aus, denn für sie gab es jeweils ein kleines Partyfass. Aber Gewinnen war auch in diesem Fall nicht alles: Was zählte, war der Spaß.

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