„Facklafiar“ in Schömberg: Jahrgänger tragen Hexen ums Feuer

Die Jahrgänger tragen die Strohhexen ums „Facklafiar“.
Breisinger„Am Aschermittwoch ist alles vorbei“ – für die Fasnetshochburg Schömberg gilt das allerdings nur bedingt. Denn der letzte Akt der Fasnet findet hier traditionell am Wochenende nach Aschermittwoch statt – am „Facklasamschdig“ und am „Facklasonndig“.
Am „Facklasamschdig“ treffen sich alle Jahrgänge – erstmals diejenigen, die in diesem Jahr 14 Jahre alt werden bis zu den 20ern sowie die „runden“ Jahrgänge, die 30er, 40er, 50er und mitunter auch die 60er zum Hexenbauen. Auf ein Holzgerüst werden Heu und Stroh geschichtet und daraus eine Hexe geformt, die mit alten Klamotten angezogen wird. Dazu gibt es ein Schild mit dem Motto des aktuellen Jahres.
Holz wird aufgeschichtet
Am „Facklasonndig“ wird sich bereits am Vormittag auf dem Festplatz beim Schulzentrum getroffen, um das Holz für das „Facklafiar“ vier bis fünf Meter aufzuschichten, das am Abend unter den Augen zahlreicher Besucher entzündet wird.
Um Punkt 18 Uhr, sobald die Kirchenglocken verstummt sind, beginnen die männlichen 20er den „Engel des Herrn“ zu beten. Zwei 20er-Mädle schicken im Anschluss die 14er auf den Weg zum Feuer, gefolgt von den älteren Jahrgängen. Die Jahrgänge laufen gemeinsam zum Lied „Oh Straßburg“ gegen den Uhrzeigersinn ums „Facklafiar, es folgt das Lied „Nun ade, jetzt geht’s zu Ende“. Dann werden die Hexen, die zuvor ums Feuer getragen werden, ins Feuer geworfen und die älteren Jahrgänge verbrennen ihre Schilder während die Lieder „ein Wächterlein auf dem Türmlein saß“ und von den 19ern „Jetzt fängt das schöne Frühjahr an“ intoniert wird.

Auch die jüngeren Jahrgänge waren mit von der Partie.
Foto: BreisingerGanz zum Schluss tragen die 20er neben den Hexen das Holzkreuz vom Aschermittwoch sowie alle Mottoschilder der letzten sechs Jahre ums Feuer und verbrennen alles.
Während für die jüngeren Jahrgänge ein gemeinsames Abschlussessen stattfand, passten die 20er auf das Feuer auf. Gemeinsam blickten sie auf eine unvergessliche Fasnet zurück – die, in denen sie als 20er die Fasnet im Städtle organisiert haben.
Die Feuerwehr Schömberg sorgte ebenfalls dafür, dass das Facklafiar kontrolliert abbrannte und die Zuschauer vor Ort nicht gefährdet wurden.