Betreuung in Heiligenzimmern
: Diözese prämiert Arbeit des Kindergartens

Am Ende reichte es für Platz fünf: St. Patricius in Rosenfeld-Heiligenzimmern erhält den Umweltpreis.
Von
Bettina Stehle
Oberndorf
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Die Gartenmitarbeiterinnen haben zwei Jahre lang den Kindern das Thema Umwelt nähergebracht.

Bettina Stehle

Sandbienen beim Wohnungsbau im Sandkasten beobachten, einen Weidentunnel bauen und den Schatten dort genießen, selbst Apfelsaft mosten, das Hochbeet bepflanzen und mit Regenwasser gießen, beim Spaziergang Müll einsammeln: Das sind nur einige Beispielaktionen, die die Kinder des katholischen Kindergartens St. Patricius in den vergangenen beiden Jahren erlebt haben.

Die Kindergartenleiterin Birgit Fischer hat mit ihrem Team in dieser Zeitt verschiedene Umweltprojekte durchgeführt und sich damit bei der Erzdiözese Freiburg um deren Umweltpreis beworben.

Die Ideen, die auf einem großen Plakat abgebildet waren, der Einsatz vieler und die Umsetzung mit der Kreativität der Kinder haben die Jury begeistert. Ein fünfter Platz unter etwa 40 Bewerbern war der Lohn, mit einem Preisgeld von 650 Euro.

Groß war die Freude im Kindergarten, als die Nachricht in’s Haus flatterte. Für die Kinder war gleich klar, was sie mit dem Preisgeld machen wollen: „Wir kaufen uns Bäume, dann haben wir gute Luft, da freuen sich die Tiere und wir Kinder haben im Sommer Schatten“.

Das kommt nicht von ungefähr: Die vielen kleineren und größeren Aktivitäten haben den Kindern Umweltbewusstsein und Sensibilität im Umgang mit der Natur vermittelt, beispielsweise beim ganzjährigen Beobachten ihrer Apfelbäume hinter der Kirche, beim Experimentieren mit Wasser am Bach oder beim Erkunden eines Bauernhofs. „Dabei gaben wir immer nur Impulse und haben die Kinder in die Ideenwelt mit hineingenommen“, erläutert Fischer.

Kleiner Teich mit einem Windrad

Das Thema „Wasserverschmutzung und sparsamer Umgang damit“ haben die Kinder später im Sandspielbereich umgesetzt: Ein kleiner Teich mit einem Windrad und einer Wasserleitung entstand.

Die Leitung hatte zunächst nicht funktioniert: Das Wasser läuft nicht den Berg hoch, war die Erkenntnis, doch nach überlegtem Umbau klappte es. Das Windrad sollte den Teich beheizen – „aber nicht zu warm, sonst überleben die Fische nicht“, so die Devise der kleinen Anlagenbauer.

Der Jury hat auch gefallen, dass im Kindergarten mit Papierhandtüchern Schluss ist und jedes Kind sein eigenes Stoffhandtuch hat. Das entspricht täglich vier Eimern Papierhandtücher weniger. Auch das Einbeziehen der Eltern und Öffentlichkeit, etwa beim Apfelfest, kam gut an.

„Diese Aktionen mit den vielen Naturerfahrungen haben auch eine positive Auswirkung auf das seelische Wohlbefinden, weil die Kinder hier Erholung und Ruhe schöpfen in unserer schnellen und oft digitalen Welt“, sagt die Kindergartenleiterin.

Naturforscher beobachten

So liegen die jungen Naturforscher bei schönem Wetter jetzt oft auf der Kindergartenwiese, lauschen Geräuschen, atmen den Blumenduft ein und beobachten die Sandbienen, die ganz harmlos sind, wie die Kinder jetzt wissen.

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