Balinger Unternehmen: Meinlschmidt-Lager brennt in Freiburg – „Da ist keine Stuhlrolle mehr übrig“

Der Hauptsitz von Meinlschmidt Raumkonzepte in Balingen. Für Kunden sucht das Unternehmen nun schnelle Lösungen.
Beate MarschalDie Fassungslosigkeit ist Walter Meinlschmidt anzuhören. Er ist Chef des gleichnamigen Unternehmens Meinlschmidt Raumkonzepte mit Hauptsitz in Balingen. In der Nacht zum Donnerstag ist der Unternehmensstandort in Freiburg niedergebrannt.
In eben jenem betroffenen Freiburger Gewerbegebiet – dort wütete ein Großbrand, die Schadenssumme schätzen die Ermittler bislang auf mindestens 50 Millionen Euro – hatte Meinlschmidt einen von insgesamt neun Standorten im Südwesten. „Das Lager mit den Möbeln ist komplett abgebrannt, 500 Quadratmeter etwa“, sagt er unserer Redaktion. „Da ist keine Stuhlrolle mehr übrig.“
Im Verwaltungsgebäude nebenan – dort hatte Meinlschmidt Bürofläche – sei alles verraucht und verrußt. „Es sieht so aus, als sei eine Generalsanierung fällig.“
„Wir können das aktuell nicht abschätzen“
Wie hoch der Schaden ist – er weiß es nicht. „Wir können das aktuell nicht abschätzen.“ Sein Mitgeschäftsführer Michael Ortmann sei in Freiburg vor Ort, außerdem der dortige Geschäftsleiter Christian Schmitt.
Auch sein eigenes Telefon klingle unentwegt. Mit dem Vermieter, mit Versicherungen sei zu sprechen.
Meinlschmidt sucht Lösungen für Kunden
„In allererster Linie zählen aber unsere Kunden“, sagt der Unternehmer. Diese müsse er nun informieren, verspricht schnelle Lösungen. Meinlschmidt Raumkonzepte plant unter anderem für andere Unternehmen, Großkonzerne oder auch öffentliche Einrichtungen innovative Arbeitsumgebungen.
Bei einigen Kunden hätten Umzüge vor der Tür gestanden; von bestellten Möbeln mit Auslieferungsdatum Donnerstag, nächste, übernächste Woche, ist nichts mehr übrig. Unter anderem über Lösungen aus Ausweichquartieren werde nachgedacht. „Es geht immer weiter“, sagt Meinlschmidt. „Wir sind dran.“