Aufreger in Burladingen
: Erwachsener Mann soll Obszönes versandt haben

Derzeit ist es das Aufreger-Thema in der Fehlastadt. Ein Vater hat im sozialen Netzwerk facebook bei „Spotted Burladingen“ davon erzählt, wie sein 16-jähriger Sohn im Zug von einem Erwachsenen belästigt worden sei. Inzwischen ist die Polizei eingeschaltet.
Von
Erika Rapthel-Kieser
Oberndorf
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Auf der Zugstrecke zwischen Gammertingen und Burladingen soll ein erwachsener Mann einen Teenager erst angesprochen und ihm dann abends obszöne Nachrichten aufs Handy gesandt haben.

Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Unsere Redaktion hat außer einer Anfrage an das Polizeipräsidium Reutlingen auch einen Fragenkatalog an die SWEG gerichtet. Denn in einem ihrer Züge, auf der Strecke von Gammertingen nach Burladingen, soll sich der Vorfall ereignet haben.

Da die Züge meist Kameras haben, könnte das, was der Junge seinem Vater erzählt hat, schnell nachgeprüft und die Identität des erwachsenen Mannes verifiziert, Beweismittel gesichert werden.

Sein Sohn, so berichtet es der Vater in mehreren Posts bei „Spotted Burladingen“, sei im Zug von einem etwa 40-jährigen Mann angesprochen worden. Der habe den Teenager gedrängt, ihm seine Handynummer zu geben. „Die gab er ihm Gott sei Dank nicht“, so der Burladinger Vater.

Mit „Überredung“ Snapchat Account ergattert

Dem Mann soll es aber gelungen sein, „nach langer Überredungskunst“, wie der Vater schreibt, vom Teenager den Snapchat Account zu bekommen. Abends seien dann „obszöne Nachrichten“ gekommen.

„Diese hat mein Sohn leider gelöscht und hat ihn blockiert, sonst hätten wir das heute zur Anzeige gebracht!“, heißt es in dem Post. Und: „Mein Sohn ist normalerweise aufgeklärt! Wer weiß, wie andere Kinder darauf reagieren“, wirft der betroffene Vater die Frage auf. Er habe zusammen mit seinem Sohn den Täter in den sozialen Medien ausfindig gemacht.

Der Admin schaltet sich ein

An diesem Punkt hat sich der Administrator der Gruppe „Spotted Burladingen“ eingeschaltet, betonte, dass der Name des vermeintlichen Täters nicht genannt werde an dieser Stelle. Wer Ähnliches erlebt oder den Vorfall beobachtet habe, könne gerne zur Polizei gehen. Die sei inzwischen informiert und wolle den Vorfall ebenfalls an die SWEG melden, versichert der Admin.

Darauf hin haben zig Burladinger ihre Kommentare hinterlassen. Die meisten raten dem Vater dringend dazu, auch wenn die Bilder inzwischen gelöscht worden seien, unbedingt die Polizei einzuschalten. Eine Userin erinnert daran, dass man den Lokführer einschalten könne, der dann die Polizei rufen kann und wieder eine andere rät, schnell die SWEG in Hechingen anzurufen, da die Videos innerhalb von 72 Stunden gelöscht würden. Viele andere Eltern äußerten ihre Besorgnis.

Bis zum Nachmittag des Donnerstag, 8. August, wurde der Vorfall von anderen Usern 25 mal geteilt, mehr als 20 hinterließen Kommentare.

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