Aufführung in Zillhausen
: Freudenschrei in der Traurigkeit

Bei der Aufführung des Musicals „Die vier Freunde“ begeisterten die jungen Akteure ihr Publikum. Dieses bedankte sich nicht nur mit reichlich Beifall.
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(red/pm)
Oberndorf
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70 Kinder aus Zillhausen und Umgebung waren mit Begeisterung bei der Sache.

Ellen Luppold

Die Aufführung des Musicals „Die vier Freunde“ vor gut 400 Besuchern setzte den Schlusspunkt hinter ein fünftägiges Fasnetsferien-Programm in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Zillhausen.​

70 Kinder aus Zillhausen und Umgebung hatten vier Tage vom Frühstück um 8 Uhr morgens bis 16 Uhr gemeinsam damit verbracht, sich mit Proben auf diesen Auftritt vorzubereiten, bei dem von Gesang und Schauspiel über Tanzeinlagen bis zum Requisiten- und Kulissenwechsel alles gelingen sollte. Der immer wieder aufkommende Szenenapplaus war der Beweis, dass sich die Mühe der Proben und der Einsatz der rund 40 freiwilligen Helfer und Betreuer aus der Gemeinde gelohnt hatten.

Die Besucher erlebten engagierte Akteure, die ton- und textsicher und mit erkennbarem Spaß ihre Rollen ausfüllten und die 15 Songs durch abwechslungsreiche Choreografien bereicherten. Immer wieder wurde gelacht, wenn die teilweise nachdenklichen Dialoge durch humorvolle Wortwechsel aufgelockert wurden. Angelika Bräuer wurde in der musikalischen Gesamtleitung ergänzt durch Felix Link.

Der Inhalt des Musicals geht zurück auf eine biblische Erzählung aus dem Markusevangelium, in der von vier Kameraden berichtet wird, die sich mit der Lähmung eines Freundes (Chor: „Warum ausgerechnet ich? Warum trifft es mich?“) nicht abfinden wollten.

Da sie gehört hatten, dass Jesus, der angeblich schon andere Kranke geheilt hatte, in der Stadt sei, trugen sie ihn kurz entschlossen zu dem betreffenden Haus. („Kranke brauchen Hoffnung in der Traurigkeit. … Es gibt ihnen Kraft, wenn du einfach Zeit und Liebe für sie hast.“)

Da der Eingang von Zuhörern blockiert war, sahen sie keine andere Möglichkeit, als das Flachdach abzudecken und ihren Freund auf seiner Matte direkt vor Jesu Füße abzuseilen. Anwesende geistliche Gesetzeslehrer waren entsetzt, als Jesus dem Gelähmten Schuldvergebung zusprach – das stehe ausschließlich Gott zu! Doch Jesus bekräftigte seinen Anspruch auf die geistliche Kompetenz dadurch, dass er sich auch als Herr über Krankheit bewies und dem Gelähmten befahl, seine Matte zu nehmen und nach Hause zu gehen, wozu dieser jetzt auch tatsächlich in der Lage war. („Deine Schuld ist dir verziehen. Du bist frei. Vergiss das nie! … Du bist vollständig geheilt.“)

Der Liedtext der zweiten Zugabe fasst zusammen, welche Bedeutung eine Zuwendung zu Jesus für einen Menschen haben kann: „Ein Freudenschrei in der Traurigkeit, ein Sonnenstrahl an einem Regentag, ein helles Licht in der Dunkelheit, Gott, bist du, wenn ich nicht mehr kann.“

Spenden für Projekt in Macia

Der Eintritt war frei, aber für ein angekündigtes Projekt von EBM international in Macia (Mosambik), das auch körperbehinderte Kinder betreut und fördert, können 2600 Euro an Spenden weitergeleitet werden.

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