Trafostation in Bad Herrenalb
: Satte 36 Tonnen im Schwebeflug

Einen spektakulären Kran-Einsatz gab es für die neue Trafostation im Gaistal. Mit der rund 200 000 Euro teuren Anlage investieren die Stadtwerke in die Versorgungssicherheit.
Von
Sabine Zoller
Oberndorf
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Schwebendes Trafohäuschen mit 36 Tonnen Gewicht

Zoller

Drei Schwertransporter, ein tonnenschweres Betonbauwerk und Millimeterarbeit sorgten am Mittwochvormittag für eine Vollsperrung der Gaistalstraße.

Umleitungen Für den Einsatz wurde der Verkehr zeitweise gestoppt und Umleitungen eingerichtet. Der Transport verlief ebenso reibungslos wie das präzise Platzieren der neuen Trafostation auf dem neuen Fundament.

Modernste Technik

„Der Name ‚Trafohäuschen‘ klingt nach etwas Kleinem, fast schon Putzigem. In Wirklichkeit bringt das neue Exemplar satte 36 Tonnen auf die Waage und steckt voller modernster Technik“, erklärte Karina Herrmann, Geschäftsführerin der Stadtwerke Bad Herrenalb.

Mit der rund 200 000 Euro teuren Anlage investieren die Stadtwerke in die Versorgungssicherheit der Stadt Bad Herrenalb. „Das Stromnetz ist kein starres Gebilde, sondern muss stets an die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. Im Gaistal entstehen derzeit viele neue Wohneinheiten und genau dafür wird diese neue Station benötigt.“

Drei Schwertransporter waren nötig für den Aufbau des Trafohäuschens.

Foto: Zoller

Unverzichtbar Transformatorenstationen, auch gerne als die „unsichtbare Kraftwerke unserer Stromversorgung“ tituliert, sind auch bekannt als Umspannstationen, Netzstationen oder kurz Trafostationen und unverzichtbare Bestandteile drer Stromversorgung.

„Sie wandeln elektrische Energie aus dem Mittelspannungsnetz mit Spannungen zwischen 10 000 und 36 000 Volt in die niedrigere Spannung von 400 beziehungsweise 230 Volt um, die in Haushalten und Unternehmen benötigt wird und stellen so sicher, dass Strom zuverlässig und sicher bei uns ankommt“, erklärt Frank Hamberger, Technischer Leiter Strom bei den Stadtwerken, der am Mittwoch vor Ort war, um den Transport zu begleiten.

Fundament ausgehoben

Gleich drei Schwertransporter waren im Auftrag der Stadtwerke Bad Herrenalb unterwegs und blockierten die Straße.

Neben dem Spezialkran brachte ein weiterer Transporter das zusätzliche Gegengewicht und die Stützen mit, die den Kran während des Hebevorgangs stabilisierten.

Damit konnte das 36 Tonnen schwere, komplett betriebsfertige Trafohäuschen vom dritten Schwertransporter millimetergenau über die Straße hinweg an seinen neuen Standort gehoben und ins zuvor ausgehobene Fundament eingelassen werden.

Das massive Betonbauwerk wird künftig mit einer doppelten Leistungskraft von zweimal 400 Kilovoltampere arbeiten, um damit die Stromversorgung zwischen dem oberen Gaistal und dem Bauhof in Bad Herrenalb langfristig zu sichern und Reserven für die Zukunft zu schaffen.

Leitungen Das Grundstück für den neuen Standort hatten die Stadtwerke zuvor von der Stadt Bad Herrenalb erworben. In den kommenden zwei Wochen werden die Stromleitungen umgelegt.

Erst wenn die neue Station voll in Betrieb ist, wird die alte Anlage vom Netz genommen und abgebaut.

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