Tourismus im Albtal: GeoTouren jetzt auch digital erlebbar

Von links nach rechts: Lilli Wahli (Naturpark Mitte/Nord) mit Hund Jockel, Karoline Kohl (Albtal Plus), Dominic Fischer (TourComm), Sandra Lahm (Albtal Plus), Andreas Megerle (Erlebnis Südwest), Laura Weippert (TourComm)
Tourismusgemeinschaft Albtal Plus e.V.Die Digitalisierung touristischer Angebote eröffnet Destinationen neue Möglichkeiten, Wissen erlebbar zu machen und Gäste zeitgemäß durch eine Region zu begleiten, heißt es in einer Pressemitteilung der Tourismusgemeinschaft Albtal Plus.
Gemeinsam mit der Tourismusgemeinschaft Albtal Plus hat die Weinheimer Agentur TourComm die acht GeoTouren im Albtal schrittweise in digitale Guides überführt und damit eine Ergänzung zu den bestehenden Printangeboten geschaffen. Ziel des Projekts war es, die geologischen, landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten der Region jederzeit mobil zugänglich zu machen und das Naturerlebnis nachhaltig aufzuwerten.
„Ab sofort können sich Besucherinnen und Besucher bei den GeoTouren in Bad Herrenalb, Dobel, Ettlingen, Karlsbad, Malsch, Marxzell, Straubenhardt und Waldbronn digital begleiten lassen.“, berichtet Karoline Kohl, Projektleitung der Tourismusgemeinschaft Albtal Plus.
Über eine zentrale Startseite erhalten Gäste einen schnellen und übersichtlichen Zugang zu sämtlichen Tourenangeboten.
Neue digitale Führung
Neue digitale Führung
„Die GeoTouren im Albtal zählen zu den bedeutendsten geotouristischen Angeboten im Schwarzwald. Entlang verschiedener Themenrouten vermitteln sie spannende Einblicke in Geologie, Flora, Fauna und die Landschaftsgeschichte der Region. Forschungsfragen, Beobachtungsaufgaben und abwechslungsreiche Stationen laden dazu ein, die Natur aktiv zu entdecken.“, sagt Andreas Megerle, der die Touren grundsätzlich konzipiert hat.
Mit der digitalen Umsetzung werde dieses Konzept um moderne Funktionen erweitert und komfortabler zugänglich gemacht.
„Unsere GeoTouren vermitteln seit vielen Jahren spannende Einblicke in die Entstehung und Entwicklung der Landschaft im Albtal. Mit den neuen digitalen Guides machen wir dieses Wissen noch leichter zugänglich und schaffen gleichzeitig ein modernes Naturerlebnis für unsere Gäste. Die Verbindung aus bewährten Inhalten und digitalen Möglichkeiten ist für uns ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung unseres touristischen Angebots“, ergänzt Sandra Lahm, Geschäftsführung der Tourismusgemeinschaft Albtal Plus.

Von links nach rechts: Andreas Megerle, Laura Weippert, Dominic Fischer, Sandra Lahm, Lilli Wahli mit Hund Jockel, Karoline Kohl.
Foto: Tourismusgemeinschaft Albtal Plus e.V.Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der benutzerfreundlichen Aufbereitung der Inhalte. Die Informationen der einzelnen Geo-Stationen wurden in übersichtliche digitale Guides überführt und um zahlreiche Funktionen ergänzt. Besucher können sich direkt per Smartphone entlang der Route navigieren lassen, Inhalte lesen oder anhören sowie einzelne Stationen gezielt ansteuern. Geolokalisierung, Kartenansichten und GPX-Tracking sorgen für ein intuitives und zeitgemäßes Nutzungserlebnis.
Auch die bestehenden Erkundungsaufgaben wurden digital weiterentwickelt und in Form interaktiver Flipkacheln integriert. Darüber hinaus stehen sämtliche Inhalte neben Deutsch auch in englischer Sprache zur Verfügung. Eine französische Sprachversion wird in Kürze ergänzt.
Die digitalen Guides sind über eine eigene Startseite sowie über die Toureneinträge auf den Outdoor-Plattformen Komoot und Outdooractive erreichbar. Zusätzlich sind sie auf der Website der Tourismusgemeinschaft Albtal Plus bei den jeweiligen GeoTouren direkt verlinkt.
„Wir sind sehr dankbar, dass dieses Projekt durch den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Europäischen Union (ELER) umgesetzt und gefördert wurde“, erklärt Sandra Lahm und richtet den Dank an Lilli Wahli vom Naturpark Mitte/Nord.
Projektbetreuung durch TourComm
Projektbetreuung durch TourComm
Von der ersten Analyse bis zur finalen Veröffentlichung übernahm TourComm die vollständige Projektsteuerung und Umsetzung. Im Mittelpunkt stand die Aufgabe, die Inhalte der bestehenden GeoTour-Flyer möglichst authentisch in eine digitale Erlebniswelt zu übertragen und zugleich die Möglichkeiten moderner Technologien optimal zu nutzen.
„Erfolgreiche Digitalisierung bedeutet nicht, bestehende Inhalte einfach zu übertragen, sondern sie für die digitale Nutzung neu zu denken. Unser Ziel war es, die besondere Qualität der GeoTouren zu erhalten und gleichzeitig ein intuitives, interaktives Erlebnis zu schaffen, das Besucher direkt in der Natur begleitet. So entstehen digitale Angebote mit echtem Mehrwert für Gäste und Destinationen“, erklärt Dominic Fischer, Geschäftsführer von TourComm.
Das Projekt zeige beispielhaft, wie digitale Besucherführung, innovative Technologien und hochwertige touristische Inhalte zu einem ganzheitlichen Erlebnis verschmelzen können. Entstanden sei ein nachhaltiges und zukunftsorientiertes Angebot, das die Attraktivität der GeoTouren im Albtal langfristig stärkt und neue Zielgruppen anspricht, heißt es in der Mitteilung.
Die GeoTouren im Albtal
Die GeoTouren im Albtal
GeoTour Bad Herrenalb „Wassersteine und plätschernde Quellen“, 4,5 Kilometer, Start/Ziel: Wanderparkplatz Hirschwinkelhütte
GeoTour Ettlingen „Steine unter und über der Erde“, 4,9 Kilometer, Start/Ziel: Kirche St. Martin in der Altstadt
GeoTour Marxzell „Kloster, Wüstung, Schmucksteine“, 6 Kilometer, Start/Ziel: Bahnhof Frauenalb-Schielberg
GeoTour Waldbronn „Im Wald der alten Römerstraße“, 5,4 Kilometer, Start/Ziel: Albtherme Waldbronn
GeoTour Dobel „Felsenburgen und Blockmeere“, 5,4 Kilometer, Start/Ziel: Wanderparkplatz Dreimarkstein
GeoTour Straubenhardt „Wandernde Blöcke und Wüstensteine“, 3,2 Kilometer, Start/Ziel: Wanderparkplatz im hinteren Holzbachtal
GeoTour Karlsbad „Wüstensand und Meeresstrand“, 5 Kilometer, Start/Ziel: Bahnhof Ittersbach Rathaus
GeoTour Malsch „Zwischen Schwarzwald und Oberrheingraben“, 5,8 Kilometer, Start/Ziel: Rentnerhütte Waldprechtsweier