Spektakel in Dobel: Das war beim Höhenfeuer geboten

Der Feuerschein vor weiter Sommerabendkulisse faszinierte die vielen Besucher.
GegenheimerBei idealen Bedingungen mit mildem, windstillen Wetter und klarer Sicht bis weit in die Rheinebene versammelten sich mehr als 2000 Menschen im Festzelt und am Wasserreservoir, auf den Festbänken draußen oder direkt auf den Wiesen auf mitgebrachten Picknickdecken, Klapp- und Liegestühlen, um einen guten Blick auf den Zwanzig-Meter-Holzstoß zu haben.
Jung und Alt strömen auf das Areal
Von Festbeginn am frühen Abend an strömten gut gelaunte Menschen auf das Areal, Familien mit Kindern, Cliquen und junge Pärchen, aber auch Ältere wie ein Ehepaar aus Langenalb, das den kunstvollen Holzstoßaufbau lobte: „Ein Meisterstück!“ Eine Freundesclique aus Ittersbach und Mutschelbach hatte ihre Klappstuhlrunde strategisch günstig aufgebaut und nannte sie ihre „Therapierunde“. Und ein Paar aus Ubstadt-Weiher hatte das Höhenfeuer zum Anlass genommen, gleich ein ganzes Dobel-Wochenende zu buchen, inklusive Übernachtung im Rössle.
Aber es war auch ein Fest, das viele Dobler selbst anzog. „Heute möchte ich nur genießen und in den Sonnenuntergang gucken,“ nahm sich Julia Enders vor, die am Sonntag dann ihren Bedienungs-Einsatz hatte.
Gästezahl als Lob für die Organisatoren
Organisiert und gestemmt haben das Fest einmal mehr die Dobler Sportfreunde, für die Vorsitzender Markus Treiber im Festzelt Gäste und Helfer begrüßte. Er sprach auch Dank aus, und zwar der Gemeinde für die Unterstützung, den anwesenden DRK- und Feuerwehrleuten sowie den Anwohnern – mit denen man im Vorfeld bereits intensiv im Dialog gewesen sei – für ihr Verständnis für die zwei turbulenten Tage im Dorf.
Der Barbetrieb boomte
Über die vielen Gäste freute er sich: „Ich bin stolz, dass ihr trotz vieler Feste ringsum alle hier seid. Das ist für uns größtes Lob und Auszeichnung.“ Um dann insbesondere seinem Vize Mike Barth zu danken: „Es könnte kein besseres Double geben.“
Vereinsmitglieder und weitere Ehrenamtliche hätten tatsächlich vier Hände gebrauchen können, um die vielen Gäste zu bedienen und immer rechtzeitig Nachschub aus der im wahrsten Sinne heißen Küche zu liefern. Gegen später boomte der Barbetrieb und Musik gab’s übrigens von „Lucky Punch“.
Holzstoß wird mit Fackeln entzündet
Vom frisch gezimmerten Balkon am Holzstoß genoss das Waldteam um Willi König und Werner Schaible nach Abschluss letzter Arbeiten noch einmal verdient das Panorama – der kleine Tim erklärte dazu erwartungsvoll: „Der coolste Teil kommt nachher.“
Voller und voller wurde es auf dem Gelände, als sich langsam die Dämmerung herabsenkte und die Lichter zu flirren begannen. Die Schwedenfeuer rund um den Holzstoß brannten bereits. Begeisterungsrufe gab es für das bunte Feuerwerk, das das Waldteam in den Himmel schoss, ehe es endgültig seinen Balkon räumte.
Knacken und Prasseln
Schließlich, mit Spannung erwartet, durften die glücklich ausgelosten „Mit-Entzünder“ gegen 22.20 Uhr gemeinsam mit dem Waldteam per Fackeln den Holzstoß entzünden. Die Feuerwehr, mit einer Gruppe um Kommandant Sven Schatz aufmerksam vor Ort, sicherte den Bereich um die Stangen. Gut aufgebaut, geriet der gesamte Stoß schnell voll in Brand und tauchte das nächtliche Gelände in orangerote Glut, begleitet von einem Funkenregen.
Hunderte Handys hielten das Ereignis fest, als die über Wochen aufgebauten Stangen mit Knacken und Prasseln und nicht unerheblicher Hitzeentwicklung nach und nach in sich zusammenfielen.