Sommernachtstheater Herrenalb
: 1300 verkaufte Karten an fünf Tagen

Co-Regisseur Carsten Thein und Kollegen ziehen eine positive Bilanz nach den Sommernachts-Theatertagen in Bad Herrenalb.
Von
Winnie Gegenheimer
Oberndorf
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Das Schauspielerensemble des Sommernachtstheaters schenkte den Zuschauern heitere Sommerabendstunden.

Winnie Gegenheimer

Sie sind schon wieder ausgeträumt, die fünf Sommernachts-Theatertage auf der Schweizer Wiese. Die spritzige Komödie „Sterben für Anfänger“, kreativ in Szene gesetzt vom jungen Regisseurduo Caroline Scheringer und Carsten Thein und mit Verve gespielt vom zwölfköpfigen Laienschauspielerteam, traf den Geschmack des Publikums.

Kartenverkauf deutlich getoppt

Mehr als 1300 verkaufte Karten von 1500 möglichen an fünf Tagen, dazu ein Tag „Rumors“ von der Tourneebühne Treibgut, das ist ein stolzes Ergebnis. „Die vergangenen zwei Jahre wurden damit deutlich überboten“, so Co-Regisseur Thein. Seit langer Zeit war die Stadt Bad Herrenalb wieder einmal nicht Veranstalterin. Der Verein backstage-bw der Tourneebühne Treibgut war eingesprungen, den Thein und Scheringer mit führen.

Die Stadt gewährt einen Zuschuss

Ungewohnte Situation für Hanna Nofer, die viele Jahre mit spitzem Bleistift und viel Herz auch über die Finanzen der Veranstaltung wachte. Und auch 2025 noch einmal die Projektverantwortung übernahm, ihre Schwester Gerlinde Weiß an ihrer Seite. Spenden haben sie überall akquiriert. Auch die Stadt gibt einen Zuschuss. Die Endabrechnung wird, so Thein, „wohl auf eine schwarze Null hinauslaufen.“

Beteiligte leisteten enormes Pensum

Proben des Laientheaterteams gab es seit Mitte März, zunehmend intensiviert bis zu nahezu täglichen Treffen kurz vor der Aufführung, dann fünf Tage Auftritt – Laienschauspieler und Regisseure leisteten ein Riesenpensum. Nach dem 5. Juli gab es die verdiente Erholung. Da war allerdings noch nicht für jeden das Ende der Fahnenstange.

Wie in den Monaten davor mit Vorbereitung und Organisation bis hin zur Vesperversorgung der Schauspieler bei den Proben, ließ Hanna Nofer ihre Beziehungen spielen und aktivierte alle, die irgendwo helfen konnten. Mit freundlicher Überzeugung, einem Kasten Bier von der Brauerei Mönch oder einer Flasche Blauen Burgunders – selbstverständlich aus eigener Tasche – tat mancher gerne einen Gefallen. Für zwei Freikarten zur Aufführung gab es sogar eine ganz wichtige Requisite: den Sarg.

Familiensache Tribünenabbau

Und wer stand am Mittwoch vergangener Woche für den Abbau der Tribüne zum wiederholten Male auf der Schweizer Wiese? Familie Nofer. Neben den Zwillingen Bruder Karl, Bruder Reinhold, Schwägerin Christine, dazu unermüdlich Jörg König sowie Reinhold Bietzker: „Die helfen ja immer!“ Sonntag bereits, erklärten die Schwestern, hätten sie gemeinsam die Bühne abgebaut. Mit Neffe Stefan. Sohn Andreas unterstützte und einige Ukrainer.

Resümee und Ausblick

Stehend k.o. ist Hanna Nofer, die Projektverantwortliche, jetzt schon. Aber sie denkt schon wieder ein bisschen voraus: „Ganz wichtig bleibt, dass Bad Herrenalber als Schauspieler dabei sind. Das zieht!“ Die Veranstaltung sei „richtig erfolgreich“ gewesen. Das Wetter ein weiteres Plus: „Ich musste keine Sitze putzen!“ Die Zusammenarbeit mit der Tourneebühne Treibgut auch als Veranstalter „war wirklich gut“, wie Nofer betont.

Wie formulierte es Regisseur Thein so passend, dem gemeinsam mit Scheringer eine echte Renaissance des Sommernachtstheaters gelang: „Das Sommernachtstheater ist ein Leuchtturmprojekt für die Stadt. Es hat ein ganz wichtiges Attribut: Es ist getragen von bürgerschaftlichem Engagement. Auch Hanna Nofer leistete die allermeisten ihrer Einsatzstunden im Ehrenamt.

Im Winter ist die „Goldene Gans“ zu sehen

Übrigens: nach den Sommerferien beginnen die Proben für das Winter-Kindertheaterstück, eine Neubearbeitung des Märchens von der „Goldenen Gans“.

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