Sommernachtstheater
: Ein Potpourri an Emotionen in Bad Herrenalb

„Sterben für Anfänger“ heißt die Komödie, die das Sommernachtstheater in Bad Herrenalb dieses Jahr sehr lebendig auf die Bühne bringt.
Von
Winnie Gegenheimer
Oberndorf
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Fallback Image SB

Schwarzwälder Bote

Von Ende Juni bis Anfang Juli gibt es auf der Schweizer Wiese ein Wiedersehen mit dem Regieduo Caroline Scheringer und Carsten Thein sowie einem zwölfköpfigen Ensemble aus Neulingen und „alten Hasen“ bei den Laienschauspielern.

Typisch britischer Humor verspricht das Stück, „gespickt mit scharfem Witz, skurrilen Figuren und pointiertem Wahnsinn; frech, turbulent und herrlich schräg!“

322 Plätze

In vollem Gang Dass „Sterben für Anfänger“ nach Dean Craig, Theaterfassung von Scheringer und Thein, auf der Sommernachtsbühne lebendig werden kann, verdankt es auch dem Trägerverein backstage-bw von Scheringers und Theins Treibgut-Tourneebühne, der für dieses Jahr Veranstalter des Sommernachtstheaters sein wird. Hintergrund: der Schirmherrin, der Stadt Bad Herrenalb, ist das aufgrund ihrer Haushaltslage nicht möglich. Außerdem hat Hanna Nofer noch einmal, unterstützt von ihrer Schwester Gerlinde Weiß, die Projektverantwortung in die Hände genommen.

Organisatorische Vorbereitungen laufen in alle Richtungen, von Lastwagen-Bühne bis Catering, und unterstützende Spenden sind ebenfalls schon eingegangen. 322 Plätze wird die Zuschauertribüne fassen, so Nofer, die Bühne erhält mehrere Ebenen. Übrigens: Auf- und Abbauhelfer dürfen sich gerne noch melden.

Rein mit den harten Drogen: Probenszene mit (von links) Carsten Thein, Harald Krauß, Andrea Kranz-Hornschuh und – vorn sitzend – Wolfhart König

Foto: Gegenheimer

Teils viermal die Woche Das Allerwichtigste sind natürlich die Akteure: Seit Ende März laufen die Proben im alten Schulhaus. Spät, aber nicht zu spät, so Thein, drei- bis viermal pro Woche.

Außer mit einigen Massenszenen „sind wir einmal mit dem Stück durch“. Auch an diesem Abend gibt es zunächst eine reine Lese-Probe des Textes. „Versammelt euch!“, übernimmt Scheringer – wie gewohnt temperamentvoll – das Kommando.

Erster Vorgeschmack

Und lässt bei den Rollen, die sie gerade mal vertretungsweise spricht, schon jede Menge „Sub-Text“ einfließen, also Emotionen. Prompt folgt darauf: „Spielen wir ’ne Runde, wie es auf der Bühne aussieht!“ Requisiten werden ausgepackt, statt der Scheck- gibt’s etwa eine Klopapierrolle. Lebhaft agieren und reagieren die Schauspieler. Ein erster Vorgeschmack darauf, wie turbulent einmal das Endresultat werden wird. Da ist einer beleidigt, die andere verzweifelt, der dritte provokativ-phlegmatisch. Ein Potpourri an Emotionen. Das Publikum darf gespannt sein.

Die Daten Premiere von „Sterben für Anfänger“ ist am Donnerstag 26. Juni. Weitere Termine sind Freitag, 27. Juni, Donnerstag, 3. Juli, Freitag, 4. Juli, und Samstag, 5. Juli, jeweils ab 20 Uhr. Am Samstag, 28. Juni, wird „Rumors“ von der Tourneebühne Treibgut auf die Bühne gebracht, ebenfalls ab 20 Uhr. Karten gibt’s online über www.reservix.de oder beim Tourismusbüro.

Mit Nathalie Peterhans und Emilia Schneider aus Dobel übernehmen zwei aus dem letztjährigen Jugendensemble größere Rollen, mit Harald Krauß aus Spielberg („Ich war 2024 als Zuschauer da und hab gehört, man kann sich melden, wenn man mitmachen möchte!“) gibt es ein ganz neues Ensemblemitglied. Alte Bekannte sind etwa aus Bad Herrenalb Birgit Kersten und Wolfhart König, der grinsend ankündigt: „Diesmal wird es interessant – es geht um harte Drogen!“

Besetzung

Im Einzelnen: Daniel, Sohn des Verstorbenen (Harald Krauß), Jane, seine Frau (Karin Cronenberg-März), Eve, seine Schwester (Andrea Kranz-Hornschuh), Grace, die Mutter von Daniel und Eve (Birgit Kersten), Cathy Evans (Gina Hechinger), Martha Evans (Jannika Meer), Simon Doyle (Moritz Keller), Ruby Evans (Nathalie Peterhans), Onkel Alfie (Helmut Dumser), Howard Bell (Frank Koch), Becky Payne (Emilia Schneider), Peter, der Fremde (Wolfhart König). Produktionsleitung: Johanna Nofer und Gerlinde Weiß; Technik: Moritz Bump und Markus Hoffmann.

Leuchtturm

Das Sommernachtstheater, so betont Regisseur Thein, sei als Leuchtturmprojekt für die Stadt enorm wichtig.

Es trage maßgeblich dazu bei, dass Bad Herrenalb attraktiv bleibe, und es habe ein ganz wichtiges Attribut: „Es ist getragen von bürgerschaftlichem Engagement.“

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