Rossini-Festival in Bad Wildbad
: Großzügige Spenden schaffen Spielräume

Berichte, Neuwahlen und Ehrungen standen beim „Freundeskreis Rossini in Wildbad“ auf der Tagesordnung. Ein Start in das diesjährige Festival war ohne Altlasten möglich.
Von
Karin Ferenbach
Oberndorf
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Nach der Mitgliederversammlung stellte sich die Vorstandschaft zusammen mit den weiteren Teilnehmern zum Gruppenbild vor das Wildbader Rathaus.

Ferenbach

Bei der Jahreshauptversammlung des Freundeskreises Rossini in Wildbad brachten die Neuwahlen einen Wechsel in der Besetzung zweier Positionen. Annemarie Kienzler gibt ihre Funktion als langjährige Schriftführerin an Erich Mörsch ab und übernimmt dafür dessen bisherige Position als Beisitzer.

Laut dem Vorsitzenden und Bürgermeister Marco Gauger sind im zurückliegenden Jahr rund 42 000 Euro für die Unterstützung des Belcanto-Opera-Festivals aufgewendet worden. Im Detail waren dies 25 000 Euro für die Aufzeichnungen der Opern, 7000 Euro für die Unterstützung der Stipendiaten, 5000 Euro für das Kinder- und Jugendprogramm mit den Schulen sowie 2500 Euro als Weiterleitung der Spende der Eheleute Werner und Ursula Schütz für das lnge-Borkh-Stipendium.

Aufgrund einiger unwägbarer Parameter sei 2024 ein finanziell schwieriges Jahr für das Festival gewesen, führte Gauger aus. Man habe es dann aber unter anderem dank der Zuwendung eines privaten, anonymen Spenders in Höhe von 50 000 Euro hinbekommen, dass ein Start in das diesjährige Festival ohne Altlasten möglich war.

Ruhiger schlafen

Zudem habe sich der jährliche Zuschuss des Landes im Doppelhaushalt 2025/26 um jeweils 55 000 Euro auf in Summe 175 000 Euro erhöht. „Mit diesem Finanzierungssockel können wir wieder ruhiger schlafen. Er zeigt, dass sich die Landesregierung mit ‚Rossini in Wildbad‘ als Aushängeschild identifiziert und Interesse daran hat, die hohe Qualität und den guten Ruf des Festivals aufrechtzuerhalten.“ Gauger betonte, dass die Zusammenarbeit in der Förderung mit dem Freundeskreis zweckgebunden sei. „Der Verein unterstützt inhaltliche Elemente des Programms, die gemeinsam entschieden wurden und die zur Weiterentwicklung von „Rossini in Wildbad“ beitragen“, sagte er.

Ehrungen und Einblick

Drei Ehrungen für jeweils zehnjährige Mitgliedschaft konnte Gauger vornehmen, darunter die beiden Ehepaare Petra und Hans Neuweiler sowie Barbara und Martin Hirschmüller und Ingrid Moninger.

Sehr erfreuliche Nachricht

Intendant Jochen Schönleber berichtete zur Entwicklung der Festspiele. Kultur gerate mit den zunehmenden Finanzierungsnöten weiter unter Beschuss, daher sei die Zuschusserhöhung seitens des Landes eine sehr erfreuliche Nachricht gewesen. „Wir sind eine kleine Nische, es braucht Geld, um hier weiterzumachen. Wobei mir beim Sparen niemand was vormacht, wenn es darum geht, mit wenig Mitteln ein solch umfassendes und gutes Programm zu erstellen“, führte er aus. Nur durch deren Vorproduktion in Krakau oder anderen Spielstätten werde man auch künftig so viele Opern pro Saison spielen können.

„Wir sind vom internationalen Publikum abhängig und müssen mehrere Opern spielen, damit dieses überhaupt anreist. Ich bin dem Freundeskreis sehr dankbar für die Hilfe. Wir setzen die Gelder für sinnvolle Zukunftsausgaben ein“, meinte Schönleber. Beispielhaft nannte er die Lichtanlage, die nun vollends aufgekauft wurde, wodurch die Ausgaben für die Technik in den nächsten zwei Jahren stark reduziert werden konnten.

Die Spende des Vereins für den Bühnenboden im Kurtheater wisse man auch zu schätzen, obwohl dieser nicht ganz in Absprache mit der Festivalleitung montiert worden sei. „Wir halten uns nun schon mehr als 30 Jahre über Wasser, wenngleich uns dieses zuweilen bis zum Hals steht. Das Land scheint dies zu würdigen, ich weiß aber nicht, ob das so bleibt. Die dem Freundeskreis zugeflossene Erbschaft bietet ein gewisses Sicherheitsnetz, aber wir haben keine langfristigen Verträge, vieles bleibt nach wie vor unsicher und erfordert Flexibilität“, so der Festivalleiter.

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