Ferienprogramm in Bad Wildbad: Kinder kuscheln mit dem Husky-Rudel

Mächtig Spaß hatten Zwei- und Vierbeiner beim Kuscheln.
Ulrike KnöllerWas die Hunde ausmacht, wie man mit ihnen lebt, dafür hatten Stefanie und Philipp Bott in Calmbach für zwei Tage die Pforten zu ihrem Zuhause geöffnet, um im Rahmen des Kinderferienprogramms Oberes Enztal elf Kindern ab acht Jahren die Möglichkeit zu bieten, ihren Huskies näher zu kommen.
Großer Zwinger
Zehn Siberian Huskys gehören genauso zur Familie wie Töchterchen Lea und Oma Ludwina. Die sieben Rüden und drei Hündinnen leben das ganze Jahr draußen in einem großen Zwinger mit einer angeschlossenen Wiese. Für Touristikchefin Stefanie Bott und Kurgärtner Philipp Bott dreht sich das Leben an 365 Tagen um die Hunde.
Viel Arbeit
Stephanie Bott erzählte den gespannt zuhörenden Kindern: „Bei uns richtet sich der Tagesablauf nach den Hunden. Wenn wir morgens aufgestanden sind, bekommen als Erstes die Hunde ihr Essen, dann wird der Zwinger gesäubert. Erst danach gibt es etwas für uns. Das machen wir zweimal am Tag. Das ist viel Arbeit und viel Verantwortung. Aber wenn ihr die Hunde streichelt, werdet ihr merken, ihr bekommt viel zurück. Die Hunde sind ganz arg freundlich und liebesbedürftig, es sind ganz tolle Familienhunde und wollen ganz viel kuscheln.“
Huskys sind, wie der amtierende deutsche Meister und Dritter der Weltmeisterschaft 2018 Philipp Bott es ausdrückte, „sehr führig, aber sehr raumsuchend, sehr selbstständig, manchmal etwas überdreht, aber sehr liebenswürdig und sie sehen ihre Menschen als starke Bezugspersonen.“
Ebenso stellte Bott klar, dass diese Rasse in der Regel keinen Wachinstinkt hat.
Schlitten aufgebaut
Endlich kam der große Moment, die Hunde durften zu den Kindern. Dann begann das große Kuscheln. Kinder und Hunde genossen die Nähe zueinander. Für manche Kinder war es der erste Kontakt mit Hunden überhaupt.
In ganz Europa unterwegs
Anfängliche Unsicherheiten bei dem einen oder anderen zerstreuten die Vierbeiner auf liebenswerte Art und Weise. Einen Schlitten bauten die leidenschaftlichen Schlittenhundebesitzer und Rennfahrer für die Kids auf.

Bei Familie Bott war einiges los.
Foto: Ulrike KnöllerWie man den Schlitten steuert, wie man bremst und welche Funktion die Anker haben, erfuhren die potenziellen Nachwuchsschlittensportler. Jedes Kind durfte sich auf den Schlitten stellen und sich wie ein echter Schlittenhundeführer fühlen. Kaum glauben konnten die Kids, dass ein Husky das Vier- bis Fünffache seines Körpergewichts ziehen kann. Die Botts erzählten den Kindern, dass sie den Winter über in ganz Europa unterwegs sind, um mit den Hunden an Sprintrennen teilzunehmen. Dabei werden Spitzengeschwindigkeiten von rund 40 bis 44 Kilometer pro Stunde erreicht.
Zwölf Wochen frei
Im Sommer haben die Hunde zwölf Wochen frei, um sich zu regenerieren, ansonsten trainieren die passionierten Schlittenhundesportler vier Mal in der Woche vor oder nach der Arbeit.
Lieb und zutraulich
Die Kinder genossen es jedenfalls, zu spüren, dass die großen, starken Hunde so lieb und zutraulich waren. Jedes Kind durfte noch ein Foto mit seinem Lieblingshund machen, bevor es glücklich und zufrieden nach Hause ging.
37 Anmeldungen hatte Stephanie Bott, unter denen elf Kinder ausgelost wurden. Die Kinder die leer ausgegangen sind und auch alle Kids, die die Vierbeiner kennenlernen möchten, haben die Möglichkeit, über die Internetseite www.huskymania-blackforest.de in den Genuss einer Streicheleinheit mit den Familien-Huskys von Familie Bott zu kommen.